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Presseeinladung vom 2. Mai 2013

Ausstellungseröffnung am 7. Mai 2013


»Bambi und die Relativitätstheorie: Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis«
Kabinettausstellung vom 7. Mai bis 15. September 2013

Am 10. Mai 1933 brannten die Scheiterhaufen in vielen deutschen Universitätsstädten. Bücher von über 350 Autoren wurden in die Flammen geworfen, darunter Werke von Lion Feuchtwanger, Else Lasker-Schüler, Kurt Tucholsky, Erich Maria Remarque, Alfred Kerr, Joseph Roth.

Am Dienstag, dem 7. Mai, eröffnet das Jüdische Museum Berlin die Kabinettausstellung »Bambi und die Relativitätstheorie: Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis«. Im Rahmen des Themenjahres »Zerstörte Vielfalt« erinnert das Jüdische Museum Berlin mit der Eröffnung an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren.

Erstmals werden 93 Bücher aus der Sammlung von George Warburg im Rafael Roth Learning Center gezeigt. Die thematische Zuordnung der ausgewählten Bücher greift sechs der sogenannten »Feuersprüche« auf, die zur Inszenierung der Bücherverbrennung gehörten. Die präsentierten Werke machen die Vielfalt, die nach 1933 systematisch vernichtet wurde, beispielhaft sichtbar.

Wir laden Sie hiermit zum Pressetermin und zur Eröffnung ein:

Datum: 7. Mai
Akkreditierung: ab 10.30 Uhr
Beginn: 11.00 Uhr
Ort: Rafael Roth Learning Center (Untergeschoss Neubau)
Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen am Einlass ein.

Das Konzept der Ausstellung und die Geschichte der Sammlung werden Ihnen Ulrike Sonnemann, Kuratorin und Leiterin der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin und Dr. Margret Kampmeyer-Käding, Kuratorin am Jüdischen Museum Berlin, vorstellen.

In 25 Jahren sammelte der Amerikaner George Warburg Bücher, die auf den Nazi-Listen als »schädliches und unerwünschtes Schrifttum« verzeichnet waren. 1927 in eine jüdische Berliner Familie geboren, emigrierte er mit seinen Eltern 1934 nach England und übersiedelte später in die USA. Hier begann George Warburg nach einer Karriere im Bankwesen, seine Sammlung aufzubauen.

2012 vermachte George Warburg die 400 Werke seiner Sammlung verfemter Literatur von Belletristik bis Wissenschaft, darunter Erstausgaben von Heinrich Heine, Franz Kafka, Alfred Döblin, Sigmund Freud oder Werke von Theodor Herzl, dem Jüdischen Museum Berlin.

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
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Bildmaterial für die Berichterstattung unter Beachtung des Bildnachweises finden Sie unter www.jmberlin.de/fotodownload > Sonderausstellungen.

Ein Interview mit George Warburg über seine Sammlung von Büchern, die von den Nazis verbrannt, verboten oder ausgesondert wurden, finden Sie auf der Homepage.

Für unsere Planung bitten wir Sie, uns über Ihr Kommen bis Montag, 6. Mai per Mail zu informieren.

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