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Presseeinladung vom 7. Mai 2013

»Bedřich Fritta. Zeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt«


Einladung zum Pressetermin am 15.5.2013 um 11 Uhr in den Ausstellungsräumen

Das Ghetto Theresienstadt war von Anfang an auf Täuschung angelegt: Der Öffentlichkeit und vor allem der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes sollte das Bild einer normalen Kleinstadt vorgegaukelt werden. Wegen der großen Zahl deportierter Künstler und Intellektueller unterschied sich Theresienstadt von anderen Ghettos durch ein vielfältiges Kulturleben. Es war Selbstbehauptung bis hin zum geistigen Widerstand, und fügte sich gleichzeitig auf paradoxe Weise in die Täuschungsabsichten der SS.

Die Ausstellung zeigt Werke des Grafikers Bedřich Fritta. Er leitete seit 1942 das Zeichenstudio, in dem inhaftierte Künstler Baupläne und Propagandamaterial herstellen mussten. Dort fand er Tusche und Papier, um heimlich das Elend des Ghettoalltags festzuhalten. Nach der Aufdeckung wurde Fritta 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er wenig später umkam.

Der Großteil der über einhundert großformatigen inoffiziellen Arbeiten Bedřich Frittas blieb in einem Versteck erhalten. Sie sind heute im Besitz des Sohnes des Künstlers. Die großformatigen Tuschezeichnungen und kleinere Skizzen werden erstmals in ihrer ganzen Breite gezeigt.

Frittas Arbeiten wurden bislang vor allem als zeithistorische Quelle verstanden. Die Ausstellung widmet sich dagegen den künstlerischen Mitteln, mit denen Fritta den Ghettoalltag deutete und kommentierte.

Wir möchten Ihnen die Ausstellung gerne vorab präsentieren und laden Sie hiermit herzlich zum Pressetermin in die Ausstellungsräume in der Eric F. Ross Galerie ein:

Datum: Mittwoch, 15. Mai
Akkreditierung: ab 10.30 Uhr in der Eric F. Ross Galerie, Neubau
Beginn: 11.00 Uhr

Am Pressetermin werden teilnehmen und Sie durch die Ausstellung führen:
Inka Bertz, Leiterin der Sammlung
Denis Grünemeier, Kurator der Ausstellung
David Haas, Enkel des Künstlers

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
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Laufzeit der Ausstellung:
17. Mai bis 29. September 2013
Ort: Eric F. Ross Galerie, Neubau
Eintritt: mit dem Museumsticket

Bildmaterial für die Berichterstattung unter Beachtung des Bildnachweises finden Sie zum Download unter www.jmberlin.de/fotodownload > Sonderausstellungen.

Für unsere Planungen bitten wir Sie uns Ihre Teilnahme am Pressegespräch bis Dienstag, 14. Mai per E-Mail mitzuteilen.

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