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Presseinformation vom
20. September 2013

Kreuzberger Patenschule mit 250 Schülern zu Gast im Jüdischen Museum Berlin


Am Montag, dem 23. September, besucht die gesamte Patenschule des Jüdischen Museums Berlin mit 13 Schulklassen das Museum. Die 8. Integrierte Sekundarschule Skalitzer Strasse aus Berlin-Kreuzberg präsentiert die Ergebnisse aus dem ersten Jahr der Patenschaft. Dazu zählen die Fotoausstellung »Türkei. Tag und Nacht« der Geschichtswerkstatt und der Schüler-Film »X-Berg, mein Name«. Die Schüler, Eltern und das Lehrerkollegium erwartet ein Programm mit Führungen im Garten, im Learning Center und einem Workshop.

Kernstück der auf vier Jahre angelegten Patenschaft ist die Geschichtswerkstatt, bei der Schüler Orte in Kreuzberg erforschen, um historische, multiperspektivische Arbeit vor Ort und die lokale Geschichte kennen zu lernen. Dieser wöchentliche Wahlpflichtkurs wird durch zwei Museumspädagogen und einen Lehrer betreut. In der 9. Klasse entstand der Film »X-Berg, mein Name« zu den Themen Identität und Heimat. Am Montag wird daraus ein zwanzigminütiger Ausschnitt zum Thema »Liebe und Glaube« gezeigt. Für den Film führten die Schüler Straßeninterviews in Kreuzberg sowie Gespräche mit Mitarbeitern und Besuchern des Museums und fragten nach der Bedeutung des Glaubens in Partnerschaften.

Mit der Ausstellung »Türkei. Tag und Nacht« präsentiert die Geschichtswerkstatt in 30 Fotos ihre zehntägige Reise durch die Türkei zu Spuren jüdischen Lebens. Vor Ort trafen die Teilnehmer jüdische Schüler und besuchten Synagogen, Kirchen und Moscheen in Izmir, Istanbul und Afacan. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Oktober in der Akademie des Jüdischen Museums zu sehen.

Datum: Montag, 23. September
Eintritt: frei, nicht-öffentliche Veranstaltung
(Anmeldung für Pressevertreter erforderlich)

An der Veranstaltung nehmen teil:
Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin
Bernd Böttig, Schulleiter der 8. ISS Skalitzer Straße

Ablauf

11:00 Uhr
Glashof EG: Ankunft der Gäste

11:15 Uhr
Glashof EG: Begrüßung durch Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin

11:20 Uhr
Glashof EG: »Wir lernen uns kennen«
Kurzinterviews zwischen Mitarbeitern und Schülern

11:40 Uhr
Glashof EG: Kurz-Vorstellung der Geschichtswerkstatt

ab 12:00 Uhr
Altbau 2. OG, Großer Saal:  Vorführung des Films »X-Berg, mein Name«
Akademie: Schülerführung durch die Fotoausstellung »Türkei. Tag und Nacht« (alle 30 Minuten)
Glashof: Buffet
Altbau EG, Auditorium: T-Shirt-Workshop
Außenbereich: Gartenführung
Libeskind-Bau UG, Rafael Roth Learning Center: Führung

14:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Schulpatenschaft

Das Jüdische Museum Berlin übernahm im Schuljahr 2012/2013 zum ersten Mal eine auf vier Jahre angelegte Patenschaft mit einer Kreuzberger Integrierten Sekundarschule. Das Jüdische Museum Berlin wollte gezielt in Kreuzberg eine Patenschaft mit einer Sekundarschule übernehmen, damit Jugendliche aus der direkten Nachbarschaft des Museums stärker von dem museumspädagogischen Angebot profitieren können. Für die 8. ISS sprach zudem das Leitbild der Schule, das eine Kultur der Wertschätzung und gegenseitigen Akzeptanz fördert. Auch die Zusammensetzung der Schülerschaft, von denen viele sozial benachteiligt sind, war für die Auswahl entscheidend. Der Großteil von ihnen hat einen muslimischen Hintergrund; 95 Prozent der Schüler haben Deutsch nicht als Muttersprache erlernt.

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
www.twitter.com/jmberlin
www.facebook.com/jmberlin
www.jmberlin.de/blog

Die Schulpatenschaft ist Teil der neuen Programme der Akademie des Jüdischen Museums Berlin und befasst sich stärker mit den Themen Migration und Diversität. Die Museumspädagogik beschäftigt sich zunehmend mit den Besonderheiten der Bildungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft und stellt die Vermittlung interkultureller Kompetenzen an Schüler noch stärker in den Vordergrund, ebenso wie die Rolle des Museums als Ort der Begegnung und des Austauschs.

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