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»spielen und lernen« von August 2003

Rabe des Monats
Koschere Gummibärchen?

Von Andrea Schwendemann


»spielen und lernen« zeichnet kinderfreundliche Aktionen und Initiativen aus

Was heißt Kaschrut? Wie fühlt sich eine Kippa, die traditionelle Kopfbedeckung gläubiger Juden, an? Auf diese und andere Fragen stoßen Kinder, die an einer Kinderführung des Jüdischen Museums in Berlin teilnehmen. »Kindern einen Zugang zu jüdischem Leben in unterschiedlichen Epochen zu vermitteln, ist Ziel der Führungen und Ausstellungen unseres Hauses. Die Vermittlung erfolgt über konkrete Objekte, zum Beispiel über das Aufsetzen einer Kippa«, so Nina Ritz, Mitarbeiterin der Bildungsabteilung des Jüdischen Museums. »In der Führung Reaktionen deutscher Juden auf den Nationalsozialismus erfahren Kinder vom Holocaust nicht über Fotos von Auschwitz, sondern durch die Zeichnung eines emigrierten Kindes. Die Zeichnung beschreibt den Weg der Emigration von Deutschland nach Südamerika.«

Das Jüdische Museum bietet neben den ganzjährigen Führungen und Workshops alljährlich ein Ferienprogramm an. In diesem Sommer steht der »Golem« im Mittelpunkt. Der Legende nach wurde der Golem, ein künstlicher Mensch aus Lehm, im 16. Jahrhundert von Rabbi Löw in Prag erschaffen. Das Museum bietet zu diesem Schwerpunktthema Mal-, Bastel-, Theater- und Trickfilmworkshops.

Sind die bunten Bären nun koscher, entsprechen sie also den jüdischen Speisegesetzen (Kaschrut)? Nein, herkömmliche Gummibärchen enthalten Gelatine, die aus Schlachtabfällen hergestellt wird. Inzwischen gibt es jedoch koschere Gummibärchen aus rein pflanzlichen Bestandteilen.
Das Jüdische Museum Berlin bietet Führungen und Workshops für Kinder ab fünf Jahren an.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 030/25993305 oder per E-Mail: ferienprogramm[at]jmberlin.de, Internet: www.jmberlin.de

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)30 259 93 419
Fax: +49 (0)30 259 93 400
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de

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