Flucht und Verwandlung

Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm

Vor dem geöffneten Fenster sieht man eine Schreibmaschine auf einem kleinen Tisch und eine Lampe mit schiefsitzendem Schirm

Blick aus der Wohnung der Schriftstellerin in der Bergsundstrand 23, Stockholm FD Harry Järv, Stockholm, 1970; FD Harry Järv/Königliche Bibliothek Stockholm

Flucht und Verwandlung. Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm

Anlässlich des 40. Todestages von Nelly Sachs präsentierte das Jüdische Museum Berlin 2010 eine Ausstellung zu Leben und Werk der gebürtigen Berlinerin.

Mit einer der letzten Passagiermaschinen gelang es Nelly Sachs und ihrer Mutter 1940 als Jüdinnen aus Berlin nach Stockholm zu fliehen; den Befehl für den Abtransport in ein Konzentrationslager hatten sie da bereits erhalten. Später wurde Sachs eine der bekanntesten deutschsprachigen Dichterinnen und erhielt 1966 als erste deutsche Dichterin den Nobelpreis für Literatur. Sie war zu diesem Zeitpunkt 75 Jahre alt und hatte fast dreißig Jahre im Exil verbracht.

Ausstellung bereits beendet
Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Mit dieser Ausstellung wurde das bedeutende dichterische Werk von Nelly Sachs erstmals in einer großen Wanderausstellung gewürdigt. Diese zeigte anhand einer Fülle von bisher unveröffentlichtem Material die Radikalität ihres Werkes und den kulturhistorischen Kontext seiner Entstehung. Die gezeigten, bisher unveröffentlichten Fotos und Manuskripte aus dem Nachlass und unbekannte Ton- und Bildaufnahmen dokumentieren ihre Freundschaft mit Autor*innen wie Paul Celan, Gunnar Ekelöf, Hans Magnus Enzensberger und Selma Lagerlöf. Persönliche Gegenstände und Möbel aus der »Kajüte«, Sachs' berühmtem Einzimmer-Apartment im Süden Stockholms, erlaubten Einblick in das private Leben der Lyrikerin.

Die Ausstellung wurde initiiert, kuratiert und gestaltet von Aris Fioretos und gewerk design in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag. Weitere Stationen der Ausstellung waren Stockholm, Zürich, Frankfurt und Dortmund.

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, ebenso wie von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, vom Jubiläumsfonds der Schwedischen Zentralbank und der Schwedischen Akademie in Stockholm.

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    25. März bis 27. Juni 2010

  • Wo

    Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Zum Lageplan

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

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