Sonderausstellung: »Alles hat seine Zeit – Rituale gegen das Vergessen«

Presseeinladung

Pressemitteilung vom7. Oktober 2013

Die erste große Judaica-Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin (18. Oktober 2013 bis 9. Februar 2014) widmet sich dem Thema der »rites des passages«. In 16 kurzen Kapiteln werden zum einen existentielle Einschnitte im Leben wie Geburt, Mündigkeit, Eheschließung und Tod mit der religiösen Tradition verbunden. Zum anderen wird die kollektive Dimension des Gedenkens am Jahreszyklus der Feiertage dargestellt. Rituale gegen das Vergessen, die jede Generation mit eigenen historischen Erfahrungen weiterschreibt.

Kontakt
Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 419
Fax: 
+49 (0)30 259 93 400

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

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Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Mehr als 60 ausgesuchte Objekte aus öffentlichen und privaten Sammlungen zeigen, was sich hinter dem religiösen und dem säkularen Gedenken verbirgt.

Im Kapitel »Erinnerung an das Wort« werden erstmals drei Schiefertafeln aus Köln ausgestellt. Die Schiefer- und Blausteinfragmente gehören zu einem einzigartigen Fund von mehr als 230.000 materiellen Überresten jüdisch-mittelalterlicher Kultur in Deutschland aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Kritzeleien, Zeichnungen und Schreibübungen in hebräischer, frühjiddischer und mittelhochdeutscher Sprache zeugen vom schulischen Alltag der Kinder und Jugendlichen in der damaligen jüdischen Gemeinde.

Den traditionellen jüdischen Zeremonialobjekten steht eine Auswahl großformatiger Fotoarbeiten der amerikanischen Künstlerin Quintan Ana Wikswo gegenüber: Sie nehmen ein Thema auf, das bislang aus den Erinnerungsritualen der Gedenkpolitik ausgeblendet war - die Opfergruppe der sexuell ausgebeuteten Frauen in Konzentrationslagern. Die Künstlerin erforschte fotografisch den Standort des sogenannten ›Sonderbaus‹ in Dachau, in dem sich das KZ-Bordell befand, und bearbeitete ihn literarisch.

Wir freuen uns, Ihnen die Ausstellung vorab zu präsentieren und laden Sie hiermit herzlich zu einem Pressetermin in den Ausstellungsräumen ein:

Pressekonferenz 17. Oktober 2013
Akkreditierung und Vorabbesichtigung ab 10:30 Uhr
Beginn der Pressekonferenz 11 Uhr
treffpunkt Altbau, Ausstellungseingang im 1.OG

Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen am Einlass ein.

Begrüßen und das Konzept der Ausstellung erläutern wird Ihnen Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin. Bei dem anschließenden Gang durch die Ausstellung stehen Ihnen die Gastkuratorin Felicitas Heimann-Jelinek und die New Yorker Fotografin Quintan Ana Wikswo für Gespräche zur Verfügung.

Die Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin entstand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München.

Der Katalog bietet mit zahlreichen Abbildungen einen Überblick über ausgewählte jüdische Übergangsriten, ihre spezifischen Ausformungen sowie ihren Ursprung und ihre Bedeutung.
(Festeinband, 188 Seiten, 78 Farbabb., Deutsch / Englisch, Kehrer Verlag, Heidelberg, 36 Euro)

Ein Booklet, welches die Besucher in der Ausstellung direkt in die Hand bekommen, ersetzt ausführliche Objektlabels.

Medienpartner: zittyBerlin

Für unsere Planung bitten wir um Ihre Anmeldung per E-Mail bis Mittwoch, 16. Oktober.

Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin