Triptychen: David ben Gurion an der soeben befreiten Westmauer - Micha Bar-Am (1930), Jerusalem, 1967 - Fotografie - Magnum Photos
Triptychen: Israelischer Fallschirmjäger - Judaica Heaven.com, Monsey NY, 2007 - Kunststoff
Triptychen: Stickbilder israelischer Generäle - The Limbus Group, Israel, 1997 - Digitaldruck auf Leinwand

Die israelischen Verteidigungskräfte genießen in Israel und unter Juden in aller Welt hohes Ansehen und das nicht nur auf militärischem Gebiet, sondern auch als Stifter einer neuen jüdischen Identität. Den Höhepunkt der Bewunderung erreichte die israelische Generalität während des Sechstagekrieges 1967, besonders, nachdem die 55. Fallschirmjägerbrigade Jerusalem einnahm und die Westmauer des Tempels nach fast 20 Jahren für Juden wieder zugänglich machte.

David ben Gurion an der soeben befreiten Westmauer

Micha Bar-Am (1930), Jerusalem, 1967
Fotografie
Magnum Photos

Der Militärdienst ist für jüdische Israelis eine allgegenwärtige Realität. Männer müssen 3 Jahre, Frauen 21 Monate dienen, dazu kommt der Reservedienst von einem Monat im Jahr für Männer bis zum Alter von 42, für Frauen bis zum Alter von 24. Jahren. Da bleibt es nicht aus, dass Soldaten als Vorlagen für Spielzeug, Nippes und allerlei anderem Kitsch Verwendung finden.

Israelischer Fallschirmjäger

Judaica Heaven.com, Monsey NY, 2007
Kunststoff

Die ersten fünfzehn Generalstabschefs der israelischen Armee, darunter Mosche Dajan mit der berühmten Augenklappe und die späteren Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin und Ehud Barak, verwandeln sich als Stickvorlagen, einer höchst unheroischen, weiblichen Nadelarbeit, zu lächerlichen Papiertigern. Nach dem Libanonkrieg 1982 und dem Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila, verlor die Armee an Sympathie bei vielen Intellektuellen und Künstlern und wurde zum Gegenstand heftiger Kritik.

Stickbilder israelischer Generäle

The Limbus Group, Israel, 1997
Zeev-Dafna Ichilov (geb. 1964), Judith Guetta (geb. 1963), Gallia Zeev-Gur (geb. 1954)
Digitaldruck auf Leinwand
Sammlung des Israel Museum
Leihgabe des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur und Sport