Die ganze Wahrheit

... was Sie schon immer über Juden wissen wollten

Die ganze Wahrheit ... was Sie schon immer über Juden wissen wollten

Mit dieser Ausstellung stellte sich das Jüdische Museum Berlin diversen Fragen rund um das Judentum: den FAQs, den schwierigen, den lustigen, den klugen und denen, die man eigentlich nicht beantworten kann.

Manche Fragen waren unbequem für die Fragenden, manche politisch nicht korrekt, andere verrieten etwas über die Person, die sie gestellt hatte.

leider verpasst
Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Trailer zur Ausstellung

Wie wird man Jude?
Was bin ich, wenn meine Mutter Christin ist und mein Vater Jude?
Darf man über den Holocaust Witze machen?
Sind die Juden auserwählt?

Mit Witz und Gelassenheit übersetzte die Ausstellung solche Fragen in außergewöhnliche Exponate und Installationen aus Religion, Alltagswelt und zeitgenössischer Kunst.

»Woran erkennt man einen Juden?«

Eine der Installationen in der Ausstellung führte die Besucher*innen unter 70 jüdischen Kopfbedeckungen hindurch: Schtreimel, Borsalino, Miznefet, Kippa mit Mercedesstern oder mit Angry Birds – mal traditionell, mal witzig, mal kommerziell.
Einige jüdische Kopfbedeckungen sind historisch aus Kleiderordnungen entstanden und können bis heute als Zeichen religiöser wie ideologischer und politischer Identifikation und Zugehörigkeit gelesen werden. Andere sind diskrete Signale einer nach außen demonstrierten Zusammengehörigkeit.

Ask the Rabbi

In einer lebensgroßen Filminstallation trafen die Besucher*innen auf rabbinische Antworten zu Fragen im Umgang mit religiösen Gesetzen. Sieben in Deutschland amtierende Rabbiner*innen antworteten hierfür auf unterschiedlichste Fragen zum Umgang mit religiösen Gesetzen im Alltag: Kann man ohne Beschneidung Jude sein? Kann man aufhören, Jüd*in zu sein? Was bedeuten Jesus und Mohammed für das Judentum? (Im Blog des Jüdischen Museums Berlin finden Sie einen Beitrag über die Dreharbeiten).

Jüd*innen in Vitrinen

Zu der Frage »Gibt es noch Juden in Deutschland?« präsentierte die Ausstellung ein höchst ungewöhnliches »Exponat«. Verschiedene jüdische Gäste, darunter auch die Sängerin Peaches, nahmen für ein, zwei Stunden in einer offenen Vitrine in der Ausstellung Platz und reagierten auf Fragen und Kommentare der Besucher*innen.

Zwei unserer Gäste haben freundlicherweise ihre Vitrinen-Erlebnisse anschließend für den Blog des Jüdischen Museums Berlin festgehalten, und zwar in den Beiträgen Von Wagner bis zum Wetter. Meine zwei Stunden als lebendiges Ausstellungsstück in der Ausstellung »Die ganze Wahrheit« von Signe Rossbach und In der Vitrine von Olga Mannheimer.

Antworten?!

In der Ausstellung fanden literarische und dokumentarische Stimmen zu jüdischer Identität heute Gehör. Eine eindeutige oder »richtige« Antwort bekamen die Besucher*innen aber nicht, sondern je nach Sprecher*in oder Akteur*in vielfältige Perspektiven. Insgesamt präsentierte die Schau 180 Objekte, die einen Einblick in jüdisches Denken, innerjüdische Identitätsfragen und das Verhältnis zur nichtjüdischen Umwelt geben sollten.

Die ganze Wahrheit griff kontroverse gesellschaftliche Debatten auf, stellte Gegenfragen und sensibilisierte nicht zuletzt für stereotype Bilder und Denkmuster. Ab und zu wurde eine Frage auch einfach beantwortet – etwa auf Blogerim, dem Blog des Jüdischen Museums Berlin.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

Video-Mitschnitt der Eröffnung der Ausstellung Die ganze Wahrheit ... was Sie schon immer über Juden wissen wollten am 21. März 2013.

Weitere Details zum Mitschnitt

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    22. März bis 1. September 2013

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Zum Lageplan

Zum Weiterlesen

Noch Fragen?. 10 Antworten von Daniel Boyarin aus dem JMB-Journal Nr. 8

pdf/201.25 KB

Zum Weiterlesen

Die Top Ten der antisemitischen Vorurteile von Lena Gorelik © 2012 Ullstein Buchverlage GmbH

pdf/737.31 KB

Medienpartner

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Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

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Die ganze Wahrheit ... was Sie schon immer über Juden wissen wollten

Filme, die sich thematisch an die Ausstellung anschließen und während der Ausstellungslaufzeit im Jüdischen Museum Berlin gezeigt wurden

Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad

15. April 2014
Regie: Georg Misch, Österreich 2008, 92 Min.

Hats of Jerusalem

29. April 2013
Dokumentarfilm, Regie: Nati Adler, Israel 2006, 52 Min., Originalversion mit englischen Untertiteln

David

13. Mai 2013
Regie: Joel Fendelman, USA 2011, 80 Min., in englischer Originalversion

Hava Nagila

27. Mai 2013
Dokumentarfilm, Regie: Roberta Grossman, USA 2012, 73 Min., in englischer Originalversion

Jew by Choice

10. Juni 2013
Regie: David Bernet/Robert Ralston, Deutschland 2007, 54 Min.

Jealous of the Birds

15. Juli 2013
Regie: Jordan Bahat, Deutschland, Polen, USA 2011, 78 Min.

Im Himmel, unter der Erde

5. August 2013
Dokumentarfilm, Regie: Britta Wauer, Deutschland 2011, 90 Min.

When Two Sing

12. August 2013
Regie: Richard Heidinger/Paul Brody, Deutschland 2013, 75 Min., englische Originalversion

Partly Private

8. Dezember 2014
Dokumentarfilm, Frankreich/Kanada 2009, Regie: Danae Elon, 82 Min., Englisch

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Ausstellung

– 2008 –
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