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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Jewy & Daring!

Lange Nacht der Museen 2017

Mit Expressführungen durch die Ausstellung Cherchez la femme und Blicken hinter die Kulissen feiern wir zur Langen Nacht der Museen Menschen, die sich über starre gesell­schaftliche Rollen­bilder hinweggesetzt haben.

Begegnen Sie den Fotografinnen Ellen Auerbach und Yva, Felice Schragen­heim alias Jaguar aus Aimée und Jaguar oder der ersten Rabbinerin Regina Jonas. Grenzen von Gender und Identität lotete auch der »Einstein des Sex«, Magnus Hirschfeld, aus.

leider verpasst

  Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus

Ort

Libeskind-Bau

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Im Glashof zeigen wir Szenen aus der vielfach aus­gezeichneten Amazon-Serie Transparent und fragen uns, was die Geschichte der Pfeffermans so »jewy, queer, daring and political« macht. Zohar Melinek Ezra und Afek Testa Launer bringen ihre neue Doku-Serie Spectrums nach Berlin, die Porträts von Menschen aus der Transgender Community in Israel zeigt.

Expressführungen

18:00 | 19:30 | 23:00 Uhr
Die magische Welt der Bücher: Tom Seidmann-Freud (für Kinder und Erwachsene)

Tom Seidmann-Freud (1892–1930) war Malerin, Kinderbuch­autorin und -illustratorin sowie Verlegerin. Mit 15 Jahren nahm die Nichte Sigmund Freuds den männlichen Vornamen an, unter dem sie erfolgreich Bilder­bücher mit Stilelementen des Jugendstil, der Neuen Sachlichkeit und des Expressionismus veröffentlichte.

18:30 | 23:30 | 0:30 Uhr
(21:00 Uhr auf Englisch)
Frauen und Fotografie: Auerbach, Freund, Yva

Die Fotografinnen Ellen Auerbach (1906–2004), Gisèle Freund (1908–2000) und Yva (*1900, ermordet 1942) etablierten sich in den 1920er- und 30er-Jahren in Berlin.

19:00 | 21:30 Uhr
Ton, Scheiben, Scherben: Grete Heymann-Loebenstein

Die Keramikerin Grete Heymann-Loebenstein (1899–1990) gründete 1923 eine eigene Keramik­werkstatt in Marwitz, die nach ihrer »Arisierung« von Hedwig Bollhagen weitergeführt wurde. Heymann-Loebensteins Entwürfe wurden nach ihrer Flucht nach England als »Greta-Pottery« weltweit bekannt.

22:00 | 0:00 Uhr
(20:00 Uhr auf Englisch)
Das dritte Geschlecht: Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld (1868–1935) war ein Pionier der Sexual­wissenschaft, der unter anderen die Theorie der »sexuellen Zwischenstufen« erforschte. Sein 1919 in Berlin gegründetes Institut für Sexual­wissenschaft und seine Bestände wurden am 6. Mai 1933 im Zuge der Bücherverbrennungen von den Nazis vernichtet.

20:00 | 21:00 Uhr
Cherchez la femme

Die Ausstellung Cherchez la femme zeigt eine Auswahl assoziativer Positionen zur Verhüllung des weiblichen Kopfs und Körpers. Dabei treffen traditionelle Vorstellungen auf aktuelle Mode, Religion auf säkulare Gesellschaften.

20:30 | 22:30 Uhr
Die erste Frau Rabbiner: Regina Jonas

Regina Jonas (*1902, ermordet 1944) wurde als weltweit erste Frau 1935 in Berlin zur Rabbinerin ordiniert.

Blick in einen Ausstellungsraum mit weiblichen Porträts an einer Wand, einem Kleid in einer Vitrine und dem Foto einer Frau mit zwei Perücken an einer anderen Wand

Blick in die Ausstellung Cherchez la femme; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Screenings im Glashof

Transparent (Englisch mit deutschen Untertiteln)

Die Dramedy-Serie Transparent (USA 2014–2016), produziert von Jill Soloway, bietet einen einzigartigen Blick auf jüdische Traditionen und Geschichte: von der Frage, ob eine Transgender-Frau die Schabbat-Kerzen anzünden darf, bis zur Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld im Berlin der 1930er-Jahre. Wir zeigen ausgewählte Szenen aus Staffeln 1–3. Mit freundlicher Genehmigung von Amazon Studios.

Spectrums (Hebräisch mit englischen Untertiteln)

Die Doku-Serie Spectrums (Israel 2017), produziert von Zohar Melinek Ezra und Afek Testa Launer, stellt die gesellschaftliche und spirituelle Welt von zehn Menschen aus der Transgender-Community in Israel vor. Die Geschichten brechen mit jedem Stereotyp über Gender und die transsexuelle Erfahrung und fügen sich zu einem unausweichlichen Porträt der israelischen Peripherie 2017 zusammen. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Staates Israel.

Podiumsgespräche auf dem Museumssofa

19:15 | 22:15 Uhr
Aimée & Jaguar

Der Nachlass von Lilly Wust im Jüdischen Museum Berlin

20:15 | 23:15 Uhr
Queering Time & Space

Kerstin Steitz im Gespräch mit Daniel Schreiber über jüdische Identität und die Transgender Community in Transparent

21:15 | 0:15 Uhr
No Compromises (in englischer Sprache)

Zohar Melinek Ezra und Afek Testa Launer über Spectrums und die Transgender Community in Israel

Hari Nef aus der Serie Transparent

Hari Nef aus der Serie Transparent; Foto: Amazon Studios

Wenn Sie sich für eine Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.

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Was, wann, wo?

  • Eintritt

    Eintritt mit dem Lange-Nacht-Ticket, erhältlich an der Museumskasse