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Portrait Moses Mendelssohn und Grafik

Mendelssohn-Diskurse II

Macht – Tradition, Staat, Religion (vor Ort und im Livestream)

Religions- und Meinungs­freiheit und die Trennung von Religion und Staat sind ein Erbe der europäischen Auf­klärung, für das auch der Name Moses Mendelssohn steht. 1783 erschien sein Werk Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum, in dem er das Verhältnis von weltlicher Macht und Religion, von Eigen­gesetzlichkeit und den Grenzen von Religions­gemeinschaften auslotet. Auch wenn Mendelssohn für sich persönlich den Wider­spruch zwischen Säkularität und indivi­duellem Glauben auflösen konnte, führte die Aufklärung nicht automatisch zu einer Beendi­gung bestehender Konflikte zwischen weltlicher und religiöser Macht, zwischen dem Staat und den in ihm lebenden Religions­gemeinschaften – und dies bis heute, wie etwa die Beschneidungs- oder die aktuelle Abtreibungs­debatte in den USA zeigen.

Der zweite Abend der Mendelssohn-Diskurse beschäftigt sich mit Gewissens­fragen, Staat und Glaubens­freiheit – und der Aktualität von Mendelssohns Standpunkten heute.

Di, 24. Mai 2022, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Panelist*innen

Der Philosoph und Theologe Daniel Krochmalnik und die Theologin und Religions­pädagogin Tuba Isik im Gespräch mit den Kurator*innen Inka Bertz und Thomas Lackmann, moderiert von Frederek Musall.

Daniel Krochmalnik ist Professor für Jüdische Religion und Philosophie an der Universität Potsdam, Geschäfts­führender Direktor der School of Jewish Theology und Mit­herausgeber der Gesammelten Schiften. Jubiläums­ausgabe von Moses Mendelssohn.

Tuba Isik hat seit 2020 den Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik und Praktische Theologie am Berliner Institut für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Der Livestream startet am 24. Mai 2022 um 19 Uhr.

Weitere Veranstaltung in der Reihe am 5. Juli

Moderiert von Frederek Musall und mit wechseln­den Diskussions­partner*innen greifen die Mendelssohn-Diskurse aktuelle Fragen und Debatten ausgehend von Texten von Moses Mendelssohn auf. Jeder der insgesamt drei Diskussions­abende ist einem Themen­komplex gewidmet: Aufklärung – Fake News, Schwärmerei, Vernunft; Macht – Tradition, Staat, Religion; Medien­revolution – Öffent­lichkeit, Celebrity, Bilderflut.

Pro­gramm der Mendels­sohn-Gesellschaft

Neben dem Jüdischen Museum Berlin bietet auch die Mendels­sohn-Gesell­schaft Veran­staltungen zur Aus­stellung an.
Informationen und Anmeldung

Was, wann, wo?

  • Wann Di, 24. Mai 2022, 19 Uhr
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  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

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Begleitprogramm zur Ausstellung: „Wir träumten von nichts als Aufklärung“ – Moses Mendelssohn (6)