Bunte Topfschrubber und jüdische Speisegesetze

Blick ins Depot

»No more ›Kitchen Confusion‹!« – kein Küchen-Chaos mehr verspricht die Packung mit den drei Topfschrubbern aus den USA. Sie sollen helfen, die jüdischen Speiseregeln, auf Hebräisch »Kaschrut«, einzuhalten, die zwischen erlaubten und unerlaubten Lebensmitteln unterscheiden. Erlaubtes nennt man »koscher«.

Die Kaschrut

Die Regeln der Kaschrut sind im Wesentlichen in der Tora, der hebräischen Bibel, festgelegt. Eine dieser Regeln verbietet es, Milch und Fleisch zusammen zu essen. Ein Fleischgericht in Sahnesoße kommt also in einem traditionell-religiösen Haushalt nicht auf den Tisch und Butter darf zum Braten von Fleisch nicht verwendet werden.

Kaschrut

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Tora

Die Tora ist der erste Teil der aus drei Teilen bestehenden hebräischen Bibel (Tanach). Sie beinhaltet fünf Bücher, die in den deutschen christlichen Bibelübersetzungen als die fünf Bücher Mose bezeichnet werden.

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Farbsystem zur Trennung von Geschirr

Aber nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Küchengeräte, die mit ihnen in Berührung kommen, werden voneinander getrennt. Deswegen gibt es jeweils zwei Sets von Geschirr und Besteck, Töpfen und Pfannen, Geschirrtüchern und Topfschrubbern. Um Verwechslungen zu vermeiden, werden diese Utensilien mit Aufklebern, Anhängern oder durch verschiedene Farben gekennzeichnet: Der blaue Topfschrubber ist für milchiges, der rote für fleischiges Geschirr vorgesehen. Der grüne Schrubber ist für Geschirr bestimmt, das mit Lebensmitteln in Berührung kommt, die weder Fleisch noch Milch enthalten. Solche neutralen Lebensmittel – Obst, Gemüse, aber auch bestimmte Arten Fisch – nennt man »parwe«.

Hilfsmittel aus den USA und Israel

Sucht heute in Deutschland ein*e religiöse*r Jüd*in nach Hilfsmitteln für den koscheren Haushalt, so ist sie*er auf Geschäfte in den USA und aus Israel angewiesen, die alles für den koscheren Haushalt weltweit verschicken.

drei farbige Topfschrubber mit Verpackung

Topfschrubber von Mark-It International, New Jersey; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Der Begriff »koscher« wird meist in Zusammenhang mit den jüdischen Speisegesetzen verwendet, welche auch »Kaschrut« heißen. »Koscher« bezeichnet dabei jene Lebensmittel, die erlaubt, »trefe« jene, die verboten sind.
Titel Topfschrubber
Hersteller Mark-It International, New Jersey
Sammlungsgebiet Zeremonialobjekte
Ort und Datierung USA 1986–2000
Material Kunststoff
Maße 25 x 12,6 x 6 cm
Ausgewählte Objekte (6) Judaica-Sammlung Alle anzeigen

Judaica-Sammlung

Unsere Sammlung von Objekten religiösen Gebrauchs deckt ein breites Spektrum ab: Es reicht von einem wertvollen Tora-Vorhang aus dem 18. Jahrhundert, der von Fromet und Moses Mendelssohn gestiftet wurde, über zeitgenössische Ritualgegenstände bis hin zu kleinen Küchenhelfern zur Einhaltung der jüdischen Speisegesetze.

Seder-Teller von Harriete Estel Berman

Ungewöhnlich an diesem zeitgenössischen Seder-Teller ist die zusätzliche Mulde für eine Orange – ein neuer Brauch, der in den letzten Jahrzehnten in feministischen Kreisen immer beliebter wurde.

Tora-Schmuck von Kurt Matzdorf

Der Künstler Kurt J. Matzdorf, ist für seine modernen Interpretationen bekannt: Neben klassischem Silber und Gold verwendete er für seine Zeremonialobjekte auch farbiges Acryl.

Tora-Vorhang gestiftet vom Ehepaar Mendelssohn

Vermutlich aus dem Brautkleid von Fromet ließ das Ehepaar Mendelssohn einen Tora-Vorhang anfertigen und stiftete ihn 1774/75 einer Berliner Synagoge.

Purim-Kostüm

Das Astronauten-Kostüm des ersten israelischen Raumfahrers Ilan Ramon hätte zu Purim eigentlich ein Verkaufsschlager werden sollen. Doch es kam ein tragisches Unglück dazwischen.

Topfschrubber

»No more ›Kitchen Confusion‹!« – kein Küchen-Chaos mehr: Drei bunte Topfschrubber aus den USA sollen helfen, die jüdischen Speiseregeln einzuhalten.

Chanukka-Spielzeug

Traditionell gibt es zum jüdischen Lichterfest keine Geschenke. Doch ähnlich wie Weihnachten wird auch Chanukka immer kommerzieller und in den USA gibt es bereits codiertes Geschenkpapier.

Kaschrut

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