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Das Häuschen in der Ukraine

Objekttag Regensburg: Dmytro Melnik

»Zeigen Sie uns Ihre Geschichte!« – dieser Einladung folgen seit vergangenem Jahr Jüdinnen*Juden, die uns für das Projekt Objekttage ihre Migrationsgeschichte erzählen.

Ein Mann mittleren Alters hält ein buntes Bild, handgemalt von seiner Tochter, Händen; auf dem Bild ist ein Häuschen und eine

Dmytro Melnik, geboren am 17. März 1963 in Chmelnyzkyj, UdSSR, heute Ukraine.
Seit 2014 in Deutschland.
Journalist und Regisseur.
Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme

Unsere Entscheidung, nach Deutschland zu gehen, trafen wir 2013. Meine Frau ist Kinderkardiologin und wollte sich weiterbilden. In der Ukraine gibt es diese Möglichkeit leider nicht, ebenso wenig die Chance auf einen Platz für unsere Töchter an der Universität. Die letzten nötigen Papiere für unsere Ausreise reichten wir am 13. November ein. Genau zwei Wochen später kam es zu den bekannten Protesten und der Eskalation in der Ukraine. Dieses Bild hat meine siebenjährige Tochter gemalt, sie hat es mir zum Geburtstag geschenkt. Es zeigt unser Häuschen in der Ukraine. Es erinnert uns an unsere Heimat. Die Verbindung zu unserem Land, zu den Orten, wird immer da sein.

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