Objekttage

Erinnerungsstücke und Migrationsgeschichten – Porträts in Deutschland lebender Jüdinnen*Juden

Mehrere Menschen sitzen um einen Tisch, auf dem Erinnerungsstücke und ein Aufnahmegerät liegen

Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme

Objekttage

»Zeigen Sie uns Ihre Geschichte!« – dieser Einladung folgen seit vergangenem Jahr Jüdinnen*Juden, die für das Projekt Objekttage dem Jüdischen Museum Berlin ihre Migrationsgeschichte erzählen. Mitgebrachte Objekte – darunter Briefe, Zeremonialgegenstände, Kleidungsstücke und vieles mehr – illustrieren sehr persönliche Geschichten und Verbindungen zum Judentum.

Bisher fanden Objekttage in Dresden, Regensburg, Kassel, Düsseldorf und Berlin statt, es nahmen über 70 Personen im Alter zwischen Anfang zwanzig und Ende neunzig daran teil. Durch die Gespräche in vertrauten Räumlichkeiten sind die Teilnehmer*innen des Projekts an der Dokumentation der jüngeren Vergangenheit beteiligt und eingebunden. Als Expert*innen ihrer eigenen Geschichte tragen sie dazu bei, Migrationsnarrative nicht nur zu teilen, sondern sie in ihrer Vielschichtigkeit sichtbar zu machen.

Das Jüdische Museum Berlin wird das Projekt weiterführen und weitere Objekttage in deutschen Städten veranstalten. Das Thema Migration findet in Museen zunehmend seinen Platz. Das Jüdische Museum Berlin will seine Bestände zu diesem Thema erweitern – denn Migration ist konstitutives Element der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland nach 1945. Einige der mitgebrachten Objekte sind außerdem für die neue Dauerausstellung, die im Herbst 2019 eröffnet, vorgesehen. Begegnen Sie hier einigen dieser Menschen und ihren Geschichten.