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Wissenschaftliche*r Mit­arbeiter*in für Provenienz­forschung im Bereich Sammlungen

Stellenangebot zum nächstmöglichen Zeitpunkt, Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund), Vollzeit (39 Wochenstunden), unbefristet

Das Jüdische Museum Berlin gehört zu den herausragenden Institutionen in der europäischen Museumslandschaft. Mit seiner 2020 neu eröffneten Dauerausstellung und den Wechselausstellungen, seinen Sammlungen, dem Veranstaltungsprogramm und der W. Michael Blumenthal Akademie sowie den digitalen und pädagogischen Angeboten ist das Museum ein lebendiger Ort des Dialogs und der Reflexion jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland. ANOHA, die Kinderwelt des JMB, erzählt als spielerisches Erlebnisangebot für Kinder die Geschichte der Arche Noah.

Das Jüdische Museum Berlin – bundes­unmittel­bare Stiftung des öffent­lichen Rechts – sucht für den Bereich Sammlungen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in für Provenienzforschung, Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund), Vollzeit (39 Wochenstunden), unbefristet. Die Eingruppierung erfolgt nach den persönlichen Voraussetzungen.

Der Sammlungsauftrag des JMB umfasst das jüdische Leben in Berlin und in Deutschland, die hiervon ausgehenden Einflüsse auf das europäische und das außereuropäische Ausland sowie die Wechselbeziehungen zwischen jüdischer und nichtjüdischer Kultur. Der zeitliche Rahmen der Sammlungen reicht derzeit vom Ende des 14. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart.

Die ausgeschriebene Stelle umfasst die Unterstützung der kuratorischen Sammlungen, die zur Zeit etwa 11.000 Gemälde und Arbeiten auf Papier sowie Skulpturen und Architekturmodelle, 40.000 Fotografien, 9.000 dreidimensionale Objekte religiösen wie nicht-religiösen Gebrauchs, sowie 4.000 audiovisuelle Medien umfassen.

Kennziffer
20/2022
Bewerbungsfrist
Mo, 29. Aug 2022
Ansprechperson Personalbereich

Laura Jaeke
T +49 (0)30 259 93 372
bewerbung@jmberlin.de

Postadresse

Jüdisches Museum Berlin
– Personalbereich —
Lindenstr. 9–14
10969 Berlin

Folgende Aufgaben erwarten Sie unter anderem

  • Eingehende Untersuchung des Sammlungs-, Archiv- und Bibliotheksbestandes, insbesondere auf Verdachtshinweise auf NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut
  • Vertiefte Recherchen bei Verdachtshinweisen
  • Begutachtung der Provenienzen von Neuerwerbungsangeboten
  • Dokumentation der Projektarbeit und der Provenienzmerkmale des Sammlungsbestandes in den hausinternen Objektdatenbanken
  • Mitarbeit bei der Vermittlung der Methoden und Ergebnisse der Provenienzforschung

Unsere Anforderungen

  • Abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung (Master/ Magister/ Diplom) der Neueren und Neuesten Geschichte, der Jüdischen Studien oder der Kunstgeschichte mit Schwerpunkt im 20. Jahrhundert oder vergleichbar
  • Mehrjährige Erfahrung in der Provenienzforschung an Museen, insbesondere zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut
  • Vertiefte Kenntnisse in der Recherche zu Kunstwerken und Objekten ohne prominente Urheberschaft und Provenienz
  • Vertiefte Kenntnisse im Bereich der NS-Geschichte und der Nachkriegsgeschichte (Strukturen, Gesetze, Kunsthandel)
  • Wünschenswert: Kenntnisse zu jüdischen Zeremonialobjekten und dem Judaica-Markt oder die Bereitschaft, sich in dieses Gebiet einzuarbeiten
  • Routinierter Umgang mit Datenbanken zur Sammlungsdokumentation
  • Verhandlungssichere Englischkenntnisse
  • Hohes Maß an Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Eigenverantwortlichkeit, Genauigkeit und Sorgfalt

Unser Angebot

  • Flexible Arbeitszeiten zwischen 6 bis 20 Uhr, in den Sommermonaten zwischen 4 bis 22 Uhr und die Möglichkeit mobil zu arbeiten
  • 30 Tage Jahresurlaub nach TVöD
  • Betriebliche Altersvorsorge (VBL) für Tarifbeschäftigte und vermögenswirksame Leistungen
  • Jahressonderzahlung sowie ein jährliches Leistungsentgelt
  • Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen Ihrer Tätigkeit
  • Zentral gelegener Arbeitsplatz mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
  • Option eines Jobtickets, das vom Arbeitgeber bezuschusst wird
  • Kostenloser Besuch des Jüdischen Museums Berlin für Sie und eine Begleitperson sowie die vergünstigte bzw. kostenlose Teilnahme an Veranstaltungen des JMB

Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin fördert die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter und Lebensformen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein großes Anliegen. Wir begrüßen Bewerbungen aller Menschen ungeachtet ihrer nationalen, kulturellen, religiösen oder nicht-religiösen Zugehörigkeit. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Der ausgeschriebene Arbeitsplatz ist für die Besetzung mit Teilzeitkräften grundsätzlich geeignet.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 20/2022 bis zum 29.08.2022 an:

bewerbung@jmberlin.de

Die Unterlagen sind in Form einer zusammengefassten Datei im PDF-Format (max. 10 MB) einzureichen. Nach Abschluss des Verfahrens werden Ihre Unterlagen maximal drei Monate lang aufbewahrt.

Die Bewerbungsgespräche werden in KW 39 und KW 40 stattfinden.

Nähere Auskünfte zum Bewerbungsverfahren erteilt Ihnen gerne Frau Jaeke unter T +49 (0)30 259 93 372.

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