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Das Jüdische Museum Berlin bleibt bis auf Weiteres wegen Umbaus geschlossen. Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es leider zur Verzögerungen beim Bau der neuen Ausstellung. Über den Eröffnungstermin informieren wir Sie sobald wie möglich.

»Transport aus dem Paradies«

Filmvorführung

Zbyněk Brynych, später in der BRD bekannt als stilprägender Regisseur von »Derrick« und »Der Alte«, thematisiert in seinem in der ČSSR gedrehten Spielfilm die durch die Nazis aufgezwungene »Verwicklung« der Opfer in den Prozess ihrer eigenen Vernichtung.

Der teils surreal, teils beißend satirisch angelegte Film über das Ghetto Theresienstadt und seinen Judenältesten »Marmulstaub« basiert auf Arnošt Lustigs autobiografischem Buch Nacht und Hoffnung. Transport aus dem Paradies war eine der ersten Filmarbeiten der 1960er Jahre, die ohne moralische Eindeutigkeit das Zwielicht der Beziehung zwischen Opfer und Täter*innen unter der Willkür absoluter Herrschaft und Vernichtung ausloten. Ein historisches Spielfilmdokument, das eine Wiederentdeckung wert ist.

leider verpasst

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Mit einer Einführung von Hanno Loewy, Filmwissenschaftler und Direktor des Jüdischen Museums Hohenems

Spielfilm, ČSSR 1963, Regie: Zbyněk Brynych, 98 Min.

Eine Veranstaltung zum Themenschwerpunkt »Ghetto Theresienstadt« im Rahmen des Begleitprogramms zum »Defiant Requiem«.

Was, wann, wo?

  • Wann 1. März 2014, 19:30 Uhr
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium (aka Saal)

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

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Begleitprogramm zum Defiant Requiem: Themenwoche Theresienstadt (6)

Themenwoche Theresienstadt

Mit dem Defiant Requiem, das seit 2002 international präsentiert wird, greift der amerikanische Dirigent Murry Sidlin die Aufführungen von Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt auf. Das Konzert-Drama besteht aus einer ungekürzten Inszenierung von Verdis Toten­messe, verflochten mit vorgelesenen Zeitzeugen­berichten und Auszügen aus einem NS-Propaganda­film über Theresienstadt. Am 4. März 2014 fand die Deutschland­premiere im Konzerthaus Berlin statt. Im Begleit­programm gab es zahlreiche Veranstaltungen zum Thema.

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Studienreise Prag und Theresienstadt

31. Januar – 2. Februar 2014
Aus Anlass der Aufführung von Verdis Totenmesse, inszeniert als Konzert-Drama »Defiant Requiem«, bieten wir eine Studienreise nach Prag und Theresienstadt an.

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»Als ob’s ein Leben wär«

27. Februar 2014, 19:30 Uhr
Lesung aus dem Tatsachenbericht von Philipp Manes aus dem Ghetto Theresienstadt 1942-1944

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Transport aus dem Paradies

1. März 2014, 19:30 Uhr
Regie: Zbyněk Brynych, ČSSR 1963, 98 Min.

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Kunst und Kultur im Ghetto Theresienstadt

2. März 2014, 11–18 Uhr
Das Symposium greift in vier Vorträgen die Geschichte des »Ausnahmeghettos« Theresienstadt unter einem jeweils unterschiedlichen Blickwinkel auf.

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Defiant Requiem (Dokumentarfilm)

3. März 2014, 19:30 Uhr
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter und seiner Aufführung von Verdis Messa da Requiem in Theresienstadt

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Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt

Das Konzert-Drama Defiant Requiem ist dem tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter gewidmet, der vor rund 70 Jahren mit Hunderten von Häftlingen im Ghetto Theresienstadt Verdis Messa da Requiem aufführte.

Konzert
4. Mär 2014