Quo vadis Museum?

Ein Streitgespräch zur neuen Museumsdefinition

Welche Aufgaben haben Museen? Wie haben sich diese Aufgaben in den letzten Jahrzehnten verändert? Derzeit diskutiert die internationale Museumswelt darüber, wie eine neue Museumsdefinition lauten soll. Ein aktueller Vorschlag des ICOM – International Council of Museums – sieht Museen unter anderem als „demokratisierende, inklusive und polyphone Räume für kritischen Dialog über die Vergangenheit und die Zukunft“. Ob Museen Orte der politischen und kritischen Debatten sein sollen, welche Rolle Konzepte wie Diversität und Communities spielen oder ob eher die Permanenz der Institution Museum den Kern ausmacht – darüber diskutieren Léontine Meijer-van Mensch (Vorstandsmitglied ICOM International ) und Markus Walz (Vorstandsmitglied ICOM Deutschland).

Do, 30. Jan 2020, 19 Uhr
Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

In Anlehnung an das TV-Duell der Kanzlerkandidat*innen, wird das Gespräch von Student*innen des Studiengangs Museumsmanagement und -kommunikation der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin moderiert. Die Moderator*innen sind Johannes Berger, Leonie Erbe, Kristina Iskova, Rebecca Stoll und Luna Weis.

Den zweiten Teil des Abends moderieren Alina Gromova (Jüdisches Museum Berlin) und Susan Kamel (HTW Berlin) als Botschafterinnen für das Publikum.

Das Grußwort hält Martin Michaelis, Geschäftsführender Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

Eine Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Léontine Meijer-van Mensch

Léontine Meijer-van Mensch ist Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens (ethnographische Museen Dresden, Leipzig und Herrnhut). Zuvor war sie Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin und stellvertretende Direktorin des Museums Europäischer Kulturen in Berlin. Zudem war sie als Dozentin für Kulturtheorie und Berufsethik an der Reinwardt Academie, Amsterdam, und als Dozentin für Kulturgüterschutz, Kulturmanagement und Museologie an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, tätig. Sie ist in den Vorständen mehrerer (internationaler) Museumsorganisationen aktiv, z.B. als Vorstandsmitglied des Internationalen Museumsrats (ICOM), und hält regelmäßig Vorträge auf internationalen Konferenzen.

Portrait von Leontine Meijer-van Mensch

Léontine Meijer-van Mensch; Foto: Gregor Zielke

Prof. Dr. Dr. Markus Walz

Dr. Dr. Markus Walz ist Professor für Theoretische und Historische Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fakultät Informatik und Medien. Er promovierte in Volkskunde an der Universität Bonn. Er promovierte ebenfalls in Geschichtswissenschaften an der Universität Osnabrück. Nach einem Volontariat im Landesmuseum Koblenz war er als Referent für Volkskunde und Bezirksreferent für Ostwestfalen und Lippe im LWL-Museumsamt für Westfalen, Münster, tätig. Er ist Mitglied des Vorstands von ICOM Deutschland.

Portrait von Markus Walz

Prof. Dr. Dr. Markus Walz; Foto: privat

Wenn Sie sich für eine Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.

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Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Was, wann, wo?

Akademieprogramme (6) Kommende Veranstaltungen Alle anzeigen

Kommende Veranstaltungen

Hier finden Sie das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Jüdisch-Islamischen Forums und des Akademieprogramms zu Migration und Diversität.

Quo vadis Museum? Ein Streitgespräch zur neuen Museumsdefinition

Do, 30. Jan 2020, 19 Uhr
Ob Museen Orte der politischen und kritischen Debatten sein sollen, welche Rolle Konzepte wie Diversität und Communities spielen oder ob eher die Permanenz der Institution Museum den Kern ausmacht – darüber diskutieren Léontine Meijer-van Mensch (ICOM Executive Board) und Markus Walz (Vorstand ICOM Deutschland).

Mono oder Poly? Judentum, Islam und Hinduismus

Di, 4. Feb 2020, 19 Uhr
Rabbiner Alon Goshen-Gottstein (Elijah Interfaith Institute) und Muhammad Suheyl-Umar (Iqbal Academy Pakistan) diskutieren darüber, wie Judentum und Islam heute auf den Hinduismus und dessen Annahme der Existenz mehrerer Gottheiten blicken.

Wie hältst du es mit Jesus? Judentum, Islam und Christentum

Di, 18. Feb 2020, 19 Uhr
Israel Yuval (Hebräische Universität Jerusalem) und Maha El Kaisy-Friemuth (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) diskutieren über jüdische und muslimische Perspektiven auf das Christentum.

Auf dem Weg zur Erleuchtung – Judentum, Islam und Buddhismus

Do, 12. Mär 2020, 19 Uhr
Jerome Gellman (Ben Gurion Universität) und Johan Elverskog (Southern Methodist University) diskutieren, wie Judentum und Islam dem Buddhismus gegenüberstehen, der Gottheiten kennt, nicht aber einen allmächtigen, unsterblichen Gott.

Moral jenseits der Transzendenz – Judentum, Islam und Atheismus

Mo, 20. Apr 2020, 19 Uhr
Jacques Berlinerblau (Georgetown University) und Ufuk Topkara (Johns Hopkins University) diskutieren, ob religionskritische Denkweisen für eine zeitgemäße jüdische und islamische Theologie heute konstruktiv sein können.

Bund der Ehe versus Bund mit Gott – Juden und Muslime in interreligiösen Ehen

Do, 18. Jun 2020, 19 Uhr
Madeleine Dreyfus (Kulturanthropologin und Psychoanalytikerin) und Imen Gallala-Arndt (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung) diskutieren über interreligiösen Ehen im Judentum und Islam.