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23. März bis 15. Juli 2012 Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren

Familie Kemplers Krakauer Café und koschere Konditorei

Frau mit zwei Kindern vorm Eingang des Ladengeschäfts
Das Geschäft von David Kempler mit der Aufschrift »Krakauer Café und Konditorei, Frühstück, Abendtisch«, vor dem Eingang stehen Liebe Kempler mit ihren Kindern Fanny und Miri, im Kinderwagen Hillel,1925 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Hillel Kempler

Statement der Wissenschaftlerin Anne-Christin Saß

»Von ihrer Heimat abgeschnitten und in Berlin nur geduldet, nutzten viele Migranten die ›Freiheit der Migrationssituation‹ sich neu zu orientieren und weitsichtige Lösungsansätze für die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Probleme des sich formierenden Nachkriegseuropas zu entwickeln.

Die heutige Almstadtstraße, früher Grenadierstraße, im Bezirk Mitte, die bis vor kurzem ein unbeachtetes Dasein am Rande des Hackeschen Marktes fristete. In der Leere und den fehlenden Erinnerungszeichen in der ehemaligen ›Hauptstraße‹ der osteuropäisch-jüdischen Migranten in Berlin verdeutlicht sich für mich am stärksten das gewaltsame Ende dieser Migrationsgeschichte.«

Anne-Christin Saß ist Mitarbeiterin des Projekts »Charlottengrad und Scheunenviertel« an der FU Berlin


Schwarzweiß-Foto der siebenköpfigen Familie
David (1888–1954) und Liebe Kempler (1888–1974) mit ihren fünf Kindern (von links nach rechts): Hillel, Isi, Fanny, Miri und Gusty im Jahr 1926
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Hillel Kempler
Mädchen und Junge mit Teddybär auf einer kleinen Bank
Miri (geb. 1923) und Hillel Kempler (geb. 1925) 1928 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Hillel Kempler
Junge im Matrosenanzug mit Schultüte vor einer Tafel mit Aufschrift »Mein erster Schulgang 193...«
Hillel Kempler (geb. 1925) an seinem ersten Schultag 1932 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Hillel Kempler
Dokument Vordruck mit handschriftlich eingetragenen Schulnoten/Bewertungen
Fanny Kemplers (geb. 1914) Abschlusszeugnis aus dem Jahr 1931 von der Mädchenmittelschule der Jüdischen Gemeinde in der Kaiserstraße 29–30 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Hillel Kempler

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