Barfuß im Dunkeln

Junger Mann in grauem Rollkragenpulli lehnt an einem Schrank, auf dem ein Totenschädel liegt

Victor Alaluf in seinem Atelier in Berlin-Friedrichshain © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Denis Grünemeier

Ein Kleiderschrank im Retro-Stil, darauf ruht ein Totenkopf – ein Sammelstück von Victor Alaluf. In seinem Atelier in Berlin-Friedrichshain treffe ich den aus Argentinien stammenden Künstler zum Gespräch.

In seinen Werken – vor allem Installationen, in denen Zeichnungen, Kollagen, Skulpturen, Videoarbeiten und Objekte des Alltags miteinander kombiniert werden – thematisiert Alaluf existenzielle Erfahrungen im Umgang mit Tod und Schmerz, Vergänglichkeit und Fragilität alles Lebenden. Entscheidend ist dabei die Wahl des Materials und der Objekte. Häufig sind es zerbrechliche Stoffe wie Glas oder Keramik, oder auch organisches Material wie menschliches Haar oder Blut. Eine besondere Vorliebe hat der Künstler für  weiterlesen

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Ein Filmstill im Briefkasten

Daphna Westermans bewegte Postkarten

Schwarz-weiß Fotografie einer Postkarte mit Abbildung eines Innenabteils einer Straßenbahn

Eine von Daphna Westermans Postkarten. Vorderseite. © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Lisa Albrecht

Haben Sie selbst auch solch eine Postkarte in Ihrem Briefkasten gefunden? Oder sogar das ganze Roadmovie von Daphna Westerman aus unserem Kunstautomaten gezogen? Der Automat ist inzwischen restlos ausverkauft, aber der Film von Daphna läuft noch weiter. Spulen wir einfach ein bisschen zurück…
Bevor die Arbeiten der israelischen Künstlerin in unseren Kunstautomaten gelangten, bekam ich erst einmal Post. Außer meiner Adresse und dem Titel »U-Bahn Berlin. From In and between the cities, 2011. A Film by Daphna Westerman« stand auf der Karte nichts. Einige Tage später erhielt ich erneut Post. Zeit für ein Telefonat mit Daphna.  weiterlesen


Fotos, die Masken herunterreißen – Ein Gespräch mit Ruthe Zuntz

Farbfotografie mit einer lächelnden Frau im Porträt

Ruthe Zuntz im Porträt © Ruthe Zuntz

Nicht einmal drei Monate, nachdem der Kunstautomat in die zweite Runde gegangen ist, sind die 1.400 Objekte auch schon ausverkauft. Mit etwas Glück konnten die Besucherinnen und Besucher etwa ein Bild von Ruthe Zuntz aus dem Automaten ziehen: »PHOTOMAT: Challenging WallMAT« nannte die Fotografin ihre zehn Motive umfassende Reihe auf quadratischen Aluminium-Dibonds, die nun in verschiedenen Haushalten strahlen – so wie Ruthe selbst, die ich vor Kurzem getroffen habe, um mehr über ihre Kunst zu erfahren:

Ruthe, Du bist eigentlich für große, raumgreifende Installationen bekannt. Für den Kunstautomaten hast Du eine Reihe kleiner Fotoabzüge erstellt. Wie passt das zusammen?

Ich fand das Projekt wirklich spannend, weil es zu einem meiner Grundgedanken passt: Kunst kann so viel bewegen und helfen,  weiterlesen