statisches Bild der interaktiven Figur »Changeling«

Vielfalt in Schulen

Diversity Trainings für Lehrer

Die Schule ist ein Ort, an dem Menschen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und sozialen und kulturellen Hintergründen miteinander leben und lernen. Die Diversity Trainings vermitteln Verständnis für Zugehörigkeiten und Identifikationsmuster, die Menschen selbst wählen oder die ihnen von anderen vorgegeben werden. Diese können sich z.B. auf ihr Geschlecht, ihre Weltanschauung oder ihre nationale Identifikation beziehen. Sie unterliegen dem zeitlichen Wandel, d.h. Klischees und die Bedeutung von Zugehörigkeiten verändern sich. Sie sind von Situationen und Kontexten abhängig und sie überlagern sich immer mit anderen Aspekten einer Persönlichkeit.

Diversity Trainings geben Raum für die Reflexion von Fremd- und Eigenwahrnehmung, Zuschreibungsprozessen und sozialen Vorurteilen. Sie bieten Gelegenheit für die Auseinandersetzung mit Ungleichheit – für Menschen, die in der Minderheit sind, genauso wie für Menschen, die sich in einer privilegierten Position befinden.

Anders als die in Deutschland länger verbreiteten Interkulturellen Trainings wollen die Diversity Trainings kein Wissen über ›die Anderen‹ vermitteln, sondern Prozesse verdeutlichen und Fertigkeiten entwickeln. Sie thematisieren die unterschiedlichen Identitätsdimensionen, die jede_n Einzelne_n auszeichnen, und wie sie miteinander verflochten sind. Dabei werden bestehende Hierarchien und die ungleich verteilten Ressourcen und Chancen beleuchtet, die Menschen in unterschiedlichen Positionen haben. Diversitiy Trainings zeigen somit auf, wie Diskriminierung funktioniert, beispielsweise wenn älteren Frauen andere Berufe offen stehen als jungen Frauen oder als älteren Männern. Es wird die Kompetenz im Umgang mit sich selbst trainiert und nicht die mit anderen Gruppen.

In Zusammenarbeit mit der Bildungseinrichtung »Eine Welt der Vielfalt« werden Grundlagen- und Vertiefungsseminare  angeboten, in denen auch die Bedeutung von Diversität im schulischen Alltag thematisiert und mit den Lehrer_innen Handlungs- und Reflexionsstrategien entwickelt werden.

Erfahrungen

Im ersten Schuljahr 2012/13 besuchten um die 30 Lehrer_innen und Sozialpädagog_innen zwei Grundlagen- und ein Vertiefungstraining. Die Teilnehmenden schätzten die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt und den damit verbundenen Machtverhältnissen. Manche waren überrascht, wie viel es um einen selbst geht. Für viele war es interessant, sich als Lehrer oder Schulpädagogin einmal anders zu den Schüler_innen in Beziehung zu setzen. Denn Diversity Trainings dienen in erster Linie der Selbstreflexion und halten keinen Methodenkoffer für die Arbeit mit Schüler_innen bereit. Einige Teilnehmer_innen hätten sich einen stärkeren Zuschnitt der Trainings auf die konkrete Umsetzung mit Schüler_innen gewünscht. Einzelne machten aber auch gute Erfahrungen damit, einige der Reflexionsübungen mit kleinen Veränderungen mit ihren Schüler_innen auszuprobieren.

Glossar:
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Kontakt

Rosa Fava
Tel.: +49 (0)30 259 93 464
E-Mail: r.fava[at]jmberlin.de

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»Vielfalt in Schulen« ist ein Projekt des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), gefördert durch die Stiftung Mercator.

Zeichnung: weibliche Figur mit farblicher Kennzeichnung, wo welche Sprache im Körper vorherrscht
Ergebnis einer Übung zum Thema Sprache

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