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Jüdisches Leben in Argentinien

Beiträge zum 200-jährigen Jubiläum


Foto: Blick auf die unterirdische Bibliothek

»Unterirdische Bibliothek II«, Installation in der Ausstellung »Jüdisches Leben in Argentinien. Beiträge zum 200-jährigen Jubiläum«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Die argentinischen Juden sind heute - 200 Jahre nach der Staatsbildung - ein integraler Bestandteil der pluralistischen und demokratischen Gesellschaft Argentiniens. Ihrem Anteil an Entwicklung und Wachstum des Landes ist eine Ausstellung gewidmet, die das »Organisationskomitee für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2010« im Jüdischen Museum Berlin zeigt: »Jüdisches Leben in Argentinien. Beiträge zum 200-jährigen Jubiläum« beleuchtet die Eingliederung der jüdischen Gemeinde in die argentinische Gesellschaft - eine Integration, die auf der Idee kultureller Vielfalt basiert und die ein Merkmal Argentiniens ist.

Inhaltliches wie gestalterisches Leitmotiv der vier ausgestellten Installationen ist das Medium Buch als Dokument und Sinnbild für den Beitrag der Juden zum Geistesleben Argentiniens. Im Zentrum steht die Installation »Buchhandlung der Erinnerung«: Sie erzählt anhand von 200 ausgewählten Biografien argentinisch-jüdischer Persönlichkeiten die Geschichte eines Landes, das die kulturelle und ethnische Vielfalt seiner Einwohner als Grundpfeiler der eigenen Identität versteht.

Ein weiteres Thema der Installationen ist die Gedenkkultur: Aus einer argentinisch-jüdischen Perspektive nimmt die Ausstellung nicht nur Bezug auf das Jüdische Museum Berlin, sondern auch auf Werke wie Micha Ullmanns »Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung« auf dem Berliner Bebelplatz oder die »Stolpersteine« Gunter Demnigs. Im Mittelpunkt steht die Gedächtnisstiftung an den Holocaust, an die argentinische Militärdiktatur, an das Attentat auf das jüdische Kulturzentrum AMIA in Buenos Aires, aber auch an den Beitrag der jüdischen Gemeinde zur Entwicklung der Nation und Gesellschaft Argentiniens. Flankiert werden die Installationen von einer Zeittafel und von Filmen, die das jüdische Leben in Argentinien im historischen Kontext zeigen.

Wann

23. Juli bis 10. Oktober 2010

Wo

Libeskindbau, Eric F. Ross Gallery

Eintritt

mit dem Museumsticket

Eine Ausstellung des »Organisationskomitees für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2010« (Ministerium für Auslandsbeziehungen, Außenhandel und Kultus der Republik Argentinien) in Zusammenarbeit mit AMIA (Asociación Mutual Israelita Argentina) und der Botschaft der Republik Argentinien in Deutschland.

Idee und Einrichtungen: Elio Kapszuk. Kuratoren: Elio Kapszuk, Ana E. Weinstein

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