_
Jüdisches Museum Berlin vor Ort Kinder, Schüler, Lehrer Online-Schaukasten Der Museumsblog »Blogerim«

Helden, Freaks und Superrabbis

Die jüdische Farbe des Comics


Foto: Ausschnitt aus einem Comic

Milt Gross: »That’s my Pop!« in: The Sunday Mirror, 12. Mai 1941
© Musée d’Art et d’Histoire du Judaisme, Paris

Nicht nur Superman stammt aus der Feder von jüdischen Zeichnern – auch Batman,  Spiderman und andere Helden der Zeit. Bereits seit der Entstehung des Comic-Strips in den Immigrantenvierteln von New York hatten jüdische Künstler entscheidenden Anteil an der Entwicklung dieses Mediums. In der Nachkriegszeit begründete Harvey Kurtzman mit der  Zeitschrift MAD einen neuen selbstironischen Stil: beißende Satiren auf Politik und bürgerlichen Alltag und Persiflagen auf bekannte Comic-Helden prägten eine ganze  Generation von Comiczeichnern. In den 1970er Jahren haben Will Eisner und Art Spiegelman die sequentielle Kunstform erweitert. Sie eröffneten mit ihren grafischen Romanen einen neuen Weg zur Erzählung auch historischer Stoffe und autobiografischer Erinnerung und verhalfen dem Comic zu literarischer Anerkennung.

Die Ausstellung stellt die jüdische Färbung dieses populärkulturellen Mediums und seiner Geschichte mit ca. 300 Objekten von über 45 Künstlern vor. Vertreten sind, mit vielen Originalzeichnungen, Altmeister wie Will Eisner, Joe Shuster, Jerry Siegel und Harvey Kurtzman und zeitgenössische Künstler wie Art Spiegelman, Rutu Modan und Ben Katchor.

Ausstellungseröffnung

29. April 2010, 19 Uhr

Wann

30. April 2010 bis 8. August 2010

Eine Ausstellung des Jüdischen Museum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art et d’histoire du Judaisme in Paris und dem Joods Historisch Museum in Amsterdam.

Hintergrund:

Innenansicht des Jüdischen Museums Berlin. Achsen des Holocaust und des Exils.
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Thomas Bruns

In Kontakt bleiben über