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»Du bist bei Parfümören angekommen«

Die Kosmetikfirmen Scherk und Dr. Albersheim (Kabinettausstellung )


Foto des Firmengebäudes mit Schienen davor

Arthur Köster: Firmengebäude Scherk in Berlin, ca. 1930 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

Foto: verkleidete Mitarbeiter der Firma Scherk bei der Arbeit

Fasching bei Scherk, 1960er Jahre © Regina Wenzel, Foto: Jens Ziehe

Werbegrafik (Detail): sich schminkende Frau neben dem Text »Es gibt viele Lippenstifte, die teuerer sind als KHASANA aber in der ganzen Welt keinen, der besser ist und nur wenige,...«

Werbung der Firma Khasana-Dr. Albersheim für Lippenstifte, Frankfurt am Main, 1950er Jahre © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

Werbegrafik (Detail): Ein junges Paar küsst sich; daneben der Schriftzug »Li«

Parfümwerbung der Firma Khasana - Dr. Albersheim, 1950er Jahre © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

Foto: vier Emailledosen mit Körperpuder

Körperpuder vor und nach der »Arisierung« der Frankfurter Firma Dr. M. Albersheim, ca. 1930-1945 © Privatsammlung Berlin, Foto: Jens Ziehe

Foto: bunte Dose mit dem Text »DARUPAN NAGEL-POLIERSTEIN verleiht den Fingernägeln wunderbaren Hochglanz. DR. ALBERSHEIM FRANKFURT A.M.«

Verpackung für "Darupan" der Firma Dr. Albersheim, Frankfurt am Main, 1929-1938 © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Foto: Junge sitzt nackt und etwas aufgebracht am Tisch; das Wohnzimmer ist mit einer Blumentapete tapeziert

Fritz Scherk an seinem zweiten Geburtstag, Berlin, 26. Mai 1920 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

Drei Fotos der Familie zu Hause

Ludwig Scherk (1880-1946), Berlin 1922, Alice Scherk (1888-1934), Berlin 1922, Ludwig Scherk mit Sohn Fritz im Sandkasten, Berlin 23. Mai 1920 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

Ludwig Scherk (1880-1946), Berlin 1922, Alice Scherk (1888-1934), Berlin 1922, Ludwig Scherk mit Sohn Fritz im Sandkasten, Berlin 23. Mai 1920 © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Irene Alice Scherk, Foto: Jens Ziehe

»Du bist bei Parfümören angekommen« – so wurde Fritz, der zweite Sohn des Parfümeriebesitzers Ludwig Scherk, bei seiner Geburt von der Familie enthusiastisch begrüßt.

Die Kosmetikbranche, traditionell in Frankreich beheimatet, gewann während des Kaiserreichs auch in Deutschland an Bedeutung. Fritz wuchs auf zwischen Parfüm und Puderdosen. Sein Großonkel hatte 1892 die Frankfurter Parfümerie Dr. Albersheim gegründet. Dessen Nichte Alice Carsch heiratete 1911 den ehemaligen Dr. Albersheim-Angestellten Ludwig Scherk, der in Berlin eine eigene Kosmetikfirma aufbaute. Beide Unternehmen wurden nach ›Arisierung‹, Kriegszeit und Restitution von den Familien der Firmengründer bis in die 1960er Jahre fortgeführt. »Scherk-Produkte« sind manchem bis heute ein Begriff. Sein wechselhaftes Leben hat Fritz Scherk in einem humorvollen Gedicht beschrieben. Mit Zitaten daraus führt er die Besucher durch die Ausstellung. 

Wann

2. September 2010 bis 31. Januar 2011

Wo

Libeskindbau UG, Rafael Roth Learning Center

Eintritt

mit dem Museumsticket

Wir bedanken uns herzlich bei Irene Scherk für die Schenkung des Nachlasses ihres Vaters, ebenso bei einer Berliner Privatsammlerin für die Leihgabe von über 100 Produktverpackungen.

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