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Jüdisches Museum Berlin vor Ort Kinder, Schüler, Lehrer Online-Schaukasten

Zwangsarbeit

Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg.


Eine internationale Wanderausstellung gefördert durch die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«

Foto: arbeitende Zwangsarbeiterinnen auf der Baustelle. Männer sehen ihnen dabei zu (überwachen).

Zwangsarbeiterinnen auf der Baustelle eines Kfz-Instandsetzungswerks unter der Leitung von Daimler-Benz in Minsk, September 1942. © Daimler AG, Archive und Sammlung

Foto der sog. Adrema-Platten

Sogenannte Adrema-Platten, mit denen deutsche Stellen den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeitern verwalteten. © Sammlung Gedenkstätte Buchenwald, Weimar, Foto: Peter Hansen

Foto der 10-köpfigen Familie

Ukrainische Großfamilie als landwirtschaftliche Zwangsarbeiter in Volzum (Kreis Wolfenbüttel), 1943. © NLA-Staatsarchiv Wolfenbüttel (Privatbesitz)

Foto der Arbeitsbücher

Von den Arbeitsämtern im Deutschen Reich ausgestellte Arbeitsbücher für ausländische Zwangsarbeiter. © Sammlung Gedenkstätte Buchenwald, Weimar, Foto: Peter Hansen

Foto: Władysław Kołopoleski

Władysław Kołopoleski wurde als Siebenjähriger zur Zwangsarbeit in der Landwirtschaft nach Pommern verschleppt. Sein Arbeitgeber schlug ihn derart brutal, dass er sich einer Operation am Kopf unterziehen musste. © Archiv der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, Warschau

Foto der NS-Propagandabroschüre

Titelbild einer NS-Propagandabroschüre zum Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter in Deutschland, 1943. © Sammlung KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen, Foto: Peter Hansen

Titelbild einer NS-Propagandabroschüre zum Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter in Deutschland, 1943. © Sammlung KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen, Foto: Peter Hansen

Das Deutsche Reich war 1944 mit einem dichten Netz von über 20.000 Lagern für Zwangsarbeiter überzogen. Die in ihnen festgehaltenen Menschen mussten Arbeit für die deutsche Kriegswirtschaft leisten. Sie kamen aus fast allen Staaten Europas, manche zunächst freiwillig, die meisten jedoch wurden unter Zwang verschleppt. Allein innerhalb des Deutschen Reiches wurden während des Zweiten Weltkrieges über 13 Millionen »Fremdarbeiter«, »Arbeitsjuden«, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge ausgebeutet. Weitere Millionen  Frau, Männer und Kinder arbeiteten in den besetzten Gebieten für die Deutschen.
Bereits vor dem Krieg waren Menschen zur Arbeit für die deutsche »Volksgemeinschaft« gezwungen worden. Nach 1939 wurde Zwangsarbeit zum Massenphänomen. Staatliche und kommunale Behörden, private Unternehmen, Wehrmacht und SS waren an ihrer Organisation beteiligt. Für die Deutschen gehörten die ausländischen Arbeiter und Arbeiterinnen zum Kriegsalltag.

Mit dem Anspruch, die Geschichte der NS-Zwangsarbeit umfassend darzustellen, hat sich die Ausstellung ein hohes Ziel gesetzt. Mit einer Auswahl repräsentativer Einzelfälle, die intensiv ausgebreitet und in prägnanten Bildern übersetzt werden, soll dies erreicht werden. Die Ausstellung, für die weltweit recherchiert wird, präsentiert einzigartiges und weitgehend unbekanntes Material. Die Ausstellung rekonstruiert historische Ereignisse und Schicksale, die es den Besuchern ermöglichen, die Geschichte anhand der originalen Zeugnisse nachzuvollziehen.

Anläßlich der Sonderausstellung hat das Jüdische Museum Berlin speziell für Gruppen und Schulklassen ein Tagesprogramm zum Thema Zwangsabeit im Nationalsozialismus entwickelt. Weitere Information dazu können Sie hier herunterladen.

Ausstellungseröffnung

27. September 2010

Wann

28. September 2010 bis 30. Januar 2011

Wo

Altbau 1. OG (großer Rundgang)

Website

der »Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora«
www.ausstellung-zwangsarbeit.org

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