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Geschichte der Sammlungen


Die Sammlungen des Jüdischen Museums Berlin gehen zurück auf die der Jüdischen Abteilung des Berlin Museums, des stadtgeschichtlichen Museums im Westteil der Stadt. Es hatte seinen Sitz im alten Kammergericht, dem sogenannten Kollegienhaus, in der Lindenstraße, dem Gebäude, durch das heute der Libeskind-Bau betreten wird.

Seit den 1970er Jahren bestanden in der Jüdischen Abteilung Pläne für ein Jüdisches Museum. Mit dem Erwerb der Judaica-Sammlung des Münsteraner Kantors Zvi Sofer 1981 legte das Berlin Museum den Grundstock für die Sammlung von Zeremonialobjekten.

Eine dunkelhaarige Frau steht am Brunnen mit einem Krug in der Hand

Lesser Ury, Rebekka am Brunnen, 1908-09, Öl auf Leinwand
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Hinzu kamen herausragende Einzelstücke wie der Chanukka-Leuchter von George Wilhelm Marggraff aus dem Jahr 1776. Auch Alltagszeugnisse und Familiendokumente gehörten bald zum Spektrum der Sammlung. Mit dem gezielten Ankauf von Werken der bildenden Kunst, etwa den biblischen Gemälden Lesser Urys, knüpfte man an einen Sammlungsschwerpunkt des von den Nationalsozialisten zerstörten Jüdischen Museums an, das als einziges unter den damaligen jüdischen Museen das Schaffen jüdischer Künstler dokumentiert hatte.

Seit 1984 wurden diese Objekte in einem Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Berlin Museums gezeigt, seit 1986 zusätzlich in drei Räumen im 2. Obergeschoss des Martin-Gropius-Baus.

Kontakt

Inka Bertz
Leiterin der Sammlungen/Kuratorin für Kunst
Tel: +49 (0)30 259 93 414
Fax: +49 (0)30 259 93 409
i.bertz[at]jmberlin.de

Nach der Gründung des Jüdischen Museums Berlin als selbständiger Einrichtung des Bundes im Jahr 2001 wurden die Bestände der Jüdischen Abteilung des Berlin Museums der Stiftung Jüdisches Museum Berlin übertragen. Gleichzeitig erweiterte sich der Sammlungsauftrag: Heute sammelt das Jüdische Museum nicht allein Zeugnisse der jüdischen Geschichte Berlins, sondern aller Regionen Deutschlands.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

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