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Presseinformation vom 12. August 2013

Mobile Klassenzimmer in den Heckmann-Höfen
Das europaweite »Beit-Projekt« erstmals in Berlin


Berliner Schüler schwärmen aus: Ab Montag, dem 12. August, begeben sich 140 jüdische und nicht-jüdische Schüler aus vier Berliner Oberschulen zu Projektwochen auf die Suche nach historischen Spuren in der Spandauer Vorstadt. Als Basis und Ausgangspunkt für ihre Erkundungen errichten die Schüler jeden Morgen ein mobiles Klassenzimmer aus acht hölzernen Unterständen. Ein solches Holzhaus, genannt »Beit« (hebräisch für Haus), ist auch Namensgeber für das europaweite Projekt.

In Tandems, die aus Schülern der Jüdischen Oberschule und einer anderen Berliner Oberschule bestehen, erkunden sie die Auguststraße, die Oranienburger Straße und die Hackeschen Höfe. In einem ersten Schritt schärfen die Schüler unter Anleitung der Pädagogen des Jüdischen Museums Berlin ihren Blick auf historische Spuren und Orte, an denen die jüdische Gemeinschaft maßgeblich zur kulturellen und stadtgeschichtlichen Entwicklung beigetragen hat. In einem zweiten Schritt deuten sie diese und entwickeln Fragen, die für sie und unsere heutige Gesellschaft relevant sind. Mit der Kamera in der Hand bilden sie kleine Filmcrews, dokumentieren ihre Spurensuche und führen Interviews mit Passanten und Anwohnern der Spandauer Vorstadt.

Schüler begegnen der Vergangenheit

»Die Erkundung historisch-kultureller Orte im urbanen Raum eröffnet uns zahllose Möglichkeiten, die verschiedenen Einflüsse kennen und verstehen zu lernen, die unsere heutige Gesellschaft sowie ihre Beziehung zur Geschichte geprägt haben und noch immer prägen«, sagt Sarah Hiron, Koordinatorin des »Beit-Projekts« in Berlin und die Leiterin der Outreach-Programme der Bildungsabteilung am Jüdischen Museum Berlin, über das Projekt.

Für das »Beit-Projekt« in Berlin wurden vier Schulen ausgewählt: das Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn, das Albrecht-Dürer-Gymnasium in Neukölln, das BIP-Kreativ-Gymnasium in Lichtenberg und die Freie Waldorfschule in Berlin-Mitte.

Die Berliner Schüler des »Beit-Projekts« präsentieren ihre Projektergebnisse am 24. September um 17:30 Uhr im Jüdischen Museum Berlin.

Das europaweite »Beit-Projekt« wurde 2011 in Paris ins Leben gerufen. Weitere Stationen waren Barcelona und Rom, 2013 auch Brüssel, Montpellier und Berlin.

Nähere Informationen, Bilder und Ergebnisse der »Beit-Projekte« unter http://thebeitproject.org/

Das »Beit-Projekt« in Berlin wird von der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) und dem Jüdischen Museum Berlin gefördert und von der Taekker Immobilienverwaltung GmbH unterstützt.

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
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Termine:
12.8. bis  15.8.2013
19.8. bis 22.8.2013
9.9. bis 12.9.2013

Alle Projektwochen finden in den Heckmann-Höfen (zwischen Auguststr. 9 und Oranienburger Str. 32 in Berlin-Mitte) statt.
Beginn: 9 Uhr im August 2013, 8:30 Uhr im September 2013
Dauer eines Projektages: 7 Stunden mit Mittagspause

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