Helden, Freaks und Superrabbis

Die jüdische Farbe des Comics

Eine Ausstellung des Musée d’art et d’histoire du Judaïsme in Paris und dem Joods Historisch Museum in Amsterdam in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin

Nicht nur Superman stammt aus der Feder von jüdischen Zeichnern – auch Batman, Spiderman und andere Helden ihrer Zeit sind dieser entsprungen. Immigranten in New York, unter ihnen jüdische Künstler, hatten einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung des Mediums. Anhand der Werke von mehr als 40 Künstlern folgt die Ausstellung der Spur jüdischer Zeichner, Texter und Verleger von Comics durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt Helden und Antihelden, schlagkräftige Kämpfer gegen Hitler und neurotische Kleinbürger. Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips über die Superhelden der 1930er und 1940er Jahre, die Undergroundbewegung der 1960er Jahre bis hin zur literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit.
Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische Künstler wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalzeichnungen, Skizzen und Comic-Heften in der Ausstellung vertreten.

Wann: 30. April bis 8. August 2010, Eröffnung am 29. April 2010, 19.00 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Altbau, 1. Obergeschoss
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Ein Vertrag mit Gott
»Ein Vertrag mit Gott«
Die Katze des Rabbiners
»Die Katze des Rabbiners«
Superman
»Superman«
Superrabbi
 
Ein Vertrag mit Gott
Will Eisner, »A Contract with God« (»Ein Vertrag mit Gott«), 1978, © Denis Kitchen Art Agency