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Bibliothek


Die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin ist eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek mit einem Bestand von ca. 60.000 Medien, der online recherchiert und im Lesesaal eingesehen werden kann. Neben Primär- und Forschungsliteratur zur deutsch-jüdischen Geschichte, Kultur, Kunst, Religion und Philosophie verfügt sie über historische Zeitschriftenbestände, aktuelle Periodika und audiovisuelle Medien. Seit Herbst 2013 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Bibliothek bei der retrospektiven Bestandsergänzung und Tiefenerschließung der Bestände zur visuellen und materiellen Kultur des Judentums.

Bibliotheksregale im Lesesaal des Jüdischen Museums Berlin

Die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Die Anfänge der Bibliothek gehen auf die 1976 als gemeinnütziger Verein gegründete »Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin« zurück, deren »Erste Erwerbungen und Stiftungen für das künftige Jüdische Museum« 1978 im Berlin Museum gezeigt wurden. Dazu  gehörten Erstausgaben der Übersetzung der Psalmen (1783) und der »Morgenstunden« (1785) von Moses Mendelssohn. Eine der ersten bedeutenden Schenkungen an die Jüdische Abteilung des Berlin Museums war die Stiftung John F. und Hertha Oppenheimer mit Publikationen des »Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens«. Die Bücher der Jüdischen Abteilung des Berlin Museums sind 1999 in die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin übergegangen, die 2001 mit der Eröffnung der Dauerausstellung einen Lesesaal für externe Besucher einrichten und ihre Bestände in einem Online-Katalog präsentieren konnte. Dieser ist auch im VK Judaica (Verbundkatalog des KOBV für Judaica-Sammlungen in Berlin und Brandenburg) vertreten; die Periodika sind in der Zeitschriftendatenbank verzeichnet. Mit dem Umzug der Bibliothek in die Akademie des Jüdischen Museums im Juli 2013 haben die Besucher direkten Zugang zu einem umfangreichen Freihandbereich.

Kontakt

Ulrike Sonnemann
Leiterin Bibliothek
Tel: +49 (0)30 259 93 564
u.sonnemann[at]jmberlin.de

Zu den wichtigsten Sammlungen der Bibliothek gehören Spezialsammlungen zur Kunst und visuellen Kultur des Judentums sowie die Drucke der 1924 gegründeten Soncino-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches. Die Sammlung George Warburg mit Ausgaben der von den Nationalsozialisten verbotenen und verbrannten Bücher wurde 2013 in einer Kabinettausstellung gezeigt. Neben weiteren Sammlungen zu Verlagen, Künstlern und Wissenschaftlern kann man sich im Lesesaal auch eine Auswahl der Filmproduktionen von Artur Brauner ansehen.

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