Judaica-Sammlung

Dreieckiger Leuchter aus Bronze mit einer reliefartigen, figürlichen Darstellung

Chanukka-Leuchter von Erna Weill, USA laut Signatur 1936; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Roman März. Ausführlichere Informationen zum Objekt in unseren Online-Sammlungen ...

Sammlungsgebiet Judaica

Mit unserer Sammlung von Objekten des religiösen Gebrauchs dokumentieren wir jüdische Geschichte und Kultur anhand von Ritual- und Alltagsgegenständen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich in diesen Gegenständen jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart widerspiegelt.

Umfang und Spektrum

Mittlerweile zählt die Sammlung etwa 1.500 Objekte. Ihr Herzstück bildet die Privatkollektion des Münsteraner Kantors Zvi Sofer, die das Berlin Museum 1981 erwerben konnte. Sie enthält aber auch Vergleichsstücke aus anderen Ländern sowie eine wachsende Anzahl von zeitgenössischen Zeremonialgegenständen.

In der Sammlung finden sich repräsentative Objekte für den religiösen Gebrauch in einer Vielfalt von Materialien, darunter verschiedene Textilien, Papiere und Metalle. Das Spektrum handwerklicher Fertigkeit reicht von kunstvoll verzierten deutschen Silberarbeiten des 18. Jahrhunderts bis zu einfacher Volkskunst des 19. Jahrhunderts.

Historische und thematische Schwerpunkte

Ein besonderes Sammelinteresse besteht an Zeremonialobjekten, die vom späten 19. bis ins 20. Jahrhundert von überwiegend nichtjüdischen Firmen in Massenproduktion gefertigt wurden. Das Zentrum dieser Silbermanufakturen lag im hessischen Hanau. Dort wurden bis in jüngste Zeit Judaica hergestellt. Wir haben den Produktionsprozess in einem Film und durch Fotografien von über 500 Entwurfszeichnungen, Modellen und anderem Material exemplarisch dokumentiert.

Glasfenster mit Davidstern und der Jahreszahl 1905 in hebräischen Buchstaben. An dem rechten, untersten Glasstück ist der Name des Herstellers, Max Marcus, und dessen Wohnsitz (Berlin O34), aufgemalt.

Betsaal-Fenster mit Davidstern der Israelitischen Vereinigung von Lichtenberg und Umgegend e. V. in der Frankfurter Allee, 1905; Jüdisches Museum Berlin, Schenkung, vermittelt durch den Verein für Berliner Stadtmission

Darüber hinaus sammeln wir Gegenstände, die für Veränderung, Innovation und Wiederbelebung jüdischen Lebens nach 1945 stehen. Sie werfen Fragen nach jüdischer Identität und ritueller Praxis auf, sei es ein Hochzeitsbaldachin, der für ein Displaced-Persons-Lager gefertigt wurde, oder unsere zeitgenössische Sammlung von Objekten zu Chanukka und Weihnachten.

Chanukka

Chanukka ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. u. Z.

Mehr bei Wikipedia

Ansprechpartnerin
Michal S. Friedlander
Kuratorin für Judaica und Angewandte Kunst
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 511
Fax: 
+49 (0)30 259 93 409

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

In diesem Film, der im Rahmen unserer Ausstellung über den Ersten Weltkrieg in der jüdischen Erinnerung entstand, präsentiert Michal Friedlander, Kuratorin für Judaica und Angewandte Kunst, zwei Tora-Zeiger, die einer britischen und einer algerischen Synagoge gespendet wurden.

Wir haben einen öffentlich zugänglichen Lesesaal. Außerdem können Sie in unseren Bibliotheks- und ausgewählten Sammlungsbeständen online recherchieren. Für die Einsicht weiterer Bestände nehmen Sie bitte Kontakt zu den zuständigen Kurator*innen auf.
Die Ansprechpartnerin für Foto-Reproduktionen ist Valeska Wolfgram (Tel.: +49 (0)30 259 93 433, E-Mail: v.wolfgram@jmberlin.de). Für Leihanfragen wenden Sie sich bitte an Katrin Strube (Tel.: +49 (0)30 259 93 417, E-Mail: k.strube@jmberlin.de).
Wenn Sie das Jüdische Museum Berlin unterstützen möchten und glauben, Material zu besitzen, das für uns interessant sein könnte, nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Im Museums-Café Schmus wird nicht koscher gekocht, allerdings wird generell auf Schweinefleisch, Schalen- und Krustentiere verzichtet.
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Judaica-Sammlung

Werfen Sie einen Blick in unsere Sammlung zu Objekten religiösen Gebrauchs: Das Spektrum reicht von einem wertvollen Tora-Vorhang aus dem 18. Jahrhundert, der von Fromet und Moses Mendelssohn gestiftet wurde, über zeitgenössische Ritualgegenstände bis zu kleinen Küchenhelfern zur Einhaltung der jüdischen Speisegesetze.

Seder-Teller von Harriete Estel Berman

Ungewöhnlich an diesem zeitgenössischen Seder-Teller ist die zusätzliche Mulde für eine Orange – ein neuer Brauch, der in den letzten Jahrzehnten in feministischen Kreisen immer beliebter wurde.

Tora-Schmuck von Kurt Matzdorf

Der Künstler Kurt J. Matzdorf, ist für seine modernen Interpretationen bekannt: Neben klassischem Silber und Gold verwendete er für seine Zeremonialobjekte auch farbiges Acryl.

Tora-Vorhang gestiftet vom Ehepaar Mendelssohn

Vermutlich aus dem Brautkleid von Fromet ließ das Ehepaar Mendelssohn einen Tora-Vorhang anfertigen und stiftete ihn 1774/75 einer Berliner Synagoge.

Purim-Kostüm

Das Astronauten-Kostüm des ersten israelischen Raumfahrers Ilan Ramon hätte zu Purim eigentlich ein Verkaufsschlager werden sollen. Doch es kam ein tragisches Unglück dazwischen.

Topfschrubber

»No more ›Kitchen Confusion‹!« – kein Küchen-Chaos mehr: Drei bunte Topfschrubber aus den USA sollen helfen, die jüdischen Speiseregeln einzuhalten.

Chanukka-Spielzeug

Traditionell gibt es zum jüdischen Lichterfest keine Geschenke. Doch ähnlich wie Weihnachten wird auch Chanukka immer kommerzieller und in den USA gibt es bereits codiertes Geschenkpapier.