Veröffentlicht von am 19. August 2015 0 Kommentare

Der Kunstautomat geht in die Verlängerung mit »gläsernen Interieurs« von Daniel Wiesenfeld

Porträt des Künstlers neben einem Glasbrennofen

Daniel Wiesenfeld bei der Arbeit. Im Ofen liegen die fertig gebrannten Glasplatten, 2015
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Anna Golus

Während in den vergangenen Wochen überall Menschen in der Sommersonne brutzelten, ›backte‹ Daniel Wiesenfeld 100 neue Kunstwerke für unseren Kunstautomaten. Welch ein Glück, denn der Automat ist mittlerweile fast ausverkauft!

Es ist nun schon die dritte Reihe von Werken, die Daniel dem Jüdischen Museum Berlin überreicht, und keine Serie gleicht der anderen. Im April erhielten wir 100 Ölbilder, in denen sich der Künstler Grimassen schneidend selbst porträtierte, sowie 100 Kohlezeichnungen mit unterschiedlichsten Motiven. Bei seiner neuen Serie entschied sich Daniel für eine Technik, die sowohl für ihn selbst neu ist als auch im Kunstautomaten eine Premiere feiert: die Glasmalerei.

Vor einigen Tagen besuchte ich Daniel in Tempelhof.  weiterlesen


Veröffentlicht von am 14. August 2015 2 Kommentare

»Niemals blieb ich distanziert«

Ein Gespräch mit Rachel Heuberger über die biblische Erzählung von der Bindung Isaaks und die Ausstellung »Gehorsam«

Tänzer stellen Abraham, Isaak, Engel und Teufel dar

Filmstill aus einer Installation in der Ausstellung »Gehorsam«
© S. Boddeke & P. Greenaway, Foto: Digidaan

Seit einiger Zeit ist im Jüdischen Museum Berlin die Ausstellung »Gehorsam. Eine Installation in 15 Räumen von Saskia Boddeke & Peter Greenaway« zu sehen. Wie jede Ausstellung, so findet auch diese unterschiedlichen Anklang bei unseren Besucherinnen und Besuchern. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen aber fällt das Feedback, das uns im Nachhinein erreicht, oft anders aus, als vermutet. So auch dasjenige von Dr. Rachel Heuberger, Kuratorin der Hebraica- und Judaica-Sammlung der Universitätsbibliothek Frankfurt, mit welcher ich unmittelbar nach ihrem Ausstellungsbesuch über ihre Eindrücke und Gedanken sprach.

Mirjam Wenzel: Du hast gerade die Ausstellung »Gehorsam« von Saskia Boddeke und Peter Greenaway besucht. Wie würdest du sie beschreiben?  weiterlesen


Veröffentlicht von am 6. August 2015 0 Kommentare

»Judentum ist für mich Familie«

Vom 27. Juli bis 5. August 2015 finden in Berlin die 14. European Maccabi Games (EMG) statt. Mehr als 2.000 jüdische Sportlerinnen und Sportler aus über 36 Ländern werden in 19 Sportarten wie Fußball, Fechten oder Schach daran teilnehmen. Tamar Lewinsky und Theresia Ziehe begleiten die Spiele mit einer Porträt- und Interviewserie in unserem Blog und stellen hier jeden Tag Sportlerinnen und Sportler aus Berlin vor, die in der deutschen Delegation an den EMG teilnehmen. Die Interviews haben die beiden auf dem Gelände des TuS Makkabi Berlin in Grunewald geführt, wo auch die Porträts von Stephan Pramme entstanden sind.

Daliah Hoffmann (24), Halbmarathon

Junge Frau in Sportkleidung mit Handtuch und Trinkflasche

Daliah (24) Halbmarathon
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme

Daliah, warum nimmst du an den European Maccabi Games teil?

Ich nehme teil, weil Sport in meinem Leben sehr wichtig ist. Und ich möchte natürlich diese Veranstaltung in Berlin miterleben, diese Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen. Ich habe mich aber auch ein bisschen überreden lassen, weil ich dieses Jahr schon einmal einen Halbmarathon gelaufen bin und mir das eigentlich gereicht hat. Aber mit der Familie zusammen zu laufen, finde ich einfach schön.

Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme an den Spielen?

Man muss auf jeden Fall nachweisen, dass man jüdisch ist, mit Geburtsurkunden und Urkunden der Familie, soweit ich mich erinnere.  weiterlesen