Pack die Badehose ein

Ein neues Führungsangebot für Menschen mit Demenz im Jüdischen Museum Berlin

Foto der im Fließtext beschriebenen Tanzszene, im Hintergrund eine Leinwand mit Strandfoto

Tanzen zum Schlager von 1951. Alte Lieder bleiben trotz Demenz sehr lange in Erinnerung; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jule Roehr

Mit Verwunderung und Skepsis, aber auch mit großem Interesse reagierten Kolleg*innen und Freund*innen, wenn ich von meinem Projekt erzählte: Als wissenschaftliche Volontärin in der Bildungsabteilung war ich mit der Aufgabe betraut, ein Besuchsprogramm speziell für Demenzbetroffene bei uns im Jüdischen Museum zu entwickeln.

Ich bin sehr gespannt, als die Konzeption des Projektes abgeschlossen ist und wir das Programm testen wollen. Dazu haben wir eine Gruppe aus einer Tagespflege eingeladen.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 3. Juli 2017 0 Kommentare

Internationales Jugendsommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Osnabrück in der Gedenkstätte Augustaschacht

Vom heutigen 3. bis zum 16. Juli 2017 werden Jugendliche aus verschiedenen Ländern Europas Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte durchführen und sich auf Spurensuche begeben. »Im praktischen Tun in der Gedenkstätte wird innerhalb der internationalen Sommerlagergruppe Austausch über Grenzen hinweg möglich«, erklärt Christine Bischatka, Koordinatorin der internationalen Sommerlager bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 23. März 2017 2 Kommentare

Gelungenstes Beispiel für Deutschland wo gibt freilassen!

Foto einer Häuserkulisse in Berlin Kreuzberg/Mitte

Blick von der Akademie des Jüdischen Museums auf das Springer-Hochhaus mit der Leuchtschrift #FreeDeniz; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stefanie Haupt

»#FreeDeniz« strahlt mir die Leuchtanzeige des Axel-Springer-Hochhauses in Schwarz auf Türkisgrün entgegen, wenn ich mein Büro im Jüdischen Museum verlasse und aus dem Nordflügel der W. Michael Blumenthal Akademie ins Freie trete. Beim ersten Sehen habe ich mich noch über das Signal gefreut, mit dem die Axel Springer SE* die Freilassung des Türkei-Korrespondenten der WELT, Deniz Yücel, anmahnt. Doch mit jedem Tag wird es trauriger, die Anzeige sehen zu müssen. Ich kenne Deniz Yücel seit 2003, als er mit anderen Berliner*innen deutsch- und türkischsprachige Proteste gegen die Sprengstoffanschläge auf die beiden Istanbuler Synagogen Neve Shalom und Beth Israel vom 15. November organisierte. Bei den Anschlägen waren 24 Menschen getötet, etwa 300 verletzt worden.

Seit Längerem hatten Deniz und ich keinen Kontakt mehr; doch seit Mitte Februar kommen durch Nachrichten über seine Verhaftung wegen »Terrorpropaganda« und darauf folgende Autokorsi, Gespräche mit Freund*innen oder eben die Leuchtanzeige die Erinnerungen an 2003/2004 wieder auf, als wir fast wöchentlich miteinander zu tun hatten.  weiterlesen