Veröffentlicht von am 15. Juli 2013 0 Kommentare

Eva Menasses Roman Quasikristalle:

Ein Gespräch in der Blogredaktion (Teil II)

Redaktionssitzung im Jüdischen Museum Berlin © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Michael Butschkau

Redaktionssitzung im Jüdischen Museum Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Michael Butschkau

Naomi Lubrich: Wir haben uns ja kürzlich über Eva Menasses Roman Quasikristalle unterhalten, aber noch nicht geklärt, wer von uns das Buch jetzt für Blogerim rezensiert. Ich persönlich hätte schon Lust dazu und einiges zu sagen, sowohl zur jüdischen Thematik wie auch übrigens zu Menasses Frauenbild, das ich unrealistisch und ideell überzeichnet fand. Xane ist regelrecht die Karikatur einer »Powerfrau«: eine fürsorgliche Mutter und Stiefmutter von drei zum Teil schwererziehbaren Kindern, gleichzeitig eine tonangebende Filmekünstlerin und einflussreiche Intellektuelle. Währenddessen führt sie eine harmonisch-komplikationsfreie Ehe, lässt sich aber auch auf zahlreiche weitere Männer ein…  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 12. Juli 2013 1 Kommentar

Quasikristalle

Ein Gespräch über jüdische Fragen, weibliche Lebensentwürfe und Erwartungen an Literatur

Buchcover QuasikristalleDieser Blog wird von drei Frauen redigiert, die zwischen Mitte dreißig und vierzig Jahre alt sind, Literaturwissenschaften studiert haben und versuchen, berufliches Engagement, ihre Interessen und ihr Privatleben aufeinander abzustimmen. Im Zentrum des neuesten Romans von Eva Menasse, Quasikristalle (2013), steht Xane Molin, eine zunächst junge, dann älter werdende Frau, die ebenfalls versucht, ihren Beruf mit dem Wunsch unter einen Hut zu bringen, für die eigenen Kinder da zu sein und ein gutes Leben zu führen. Quasikristalle wirft in jedem Kapitel einen anderen Blick auf ihr Leben und wir im Gespräch auf den Roman.

Mirjam Bitter: Ich habe unsere Literatur-Blogserie geschlechtergerechter in »junge jüdische Autorinnen und Autoren« umbenannt. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass wir bisher nur männliche Autoren besprochen haben. Wie wär’s, als nächstes eine Autorin vorzustellen?

Mirjam Wenzel: Ich lese gerade Quasikristalle von Eva Menasse und ich frage mich, was ihr wohl zu dem Buch sagt?  weiterlesen


Veröffentlicht von am 14. Januar 2013

Was war der Klang des Jahres 2012 für dich?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin geben Antwort.

Zeichnung der Et’hem-Bey-Moschee in Tirana»Mein Klang des Jahres war der Muezzin-Ruf aus der Et’hem-Bey-Moschee in Tirana, der durch die Sommernacht waberte wie eine Klanginstallation von Blixa Bargeld.«
Julia Jürgens, Veranstaltungen

»Die Begleitmusik für den morgendlichen Arbeitsweg dudelt ohne Aufsehen unter den Kopfhörern so vor sich hin. Doch bei einem Track greift die Hand automatisch zur Lautstärkeregelung. Muzarcos ›instinct mostly‹ auf Lost and Found Records ist etwas zum Hinhören und macht neugierig. Der Künstler und das Label sind Teil einer frischen, lebendigen Szene in Tel Aviv, kommentiert die Moderatorin am Ende des Tracks. Und tatsächlich finde ich weitere interessante Stücke des dort ansässigen, erst in 2012 gegründeten Labels. Hypnotische, räumlich strukturierte House-, Techno- und Ambientsounds kennzeichnen die ausgewählten Veröffentlichungen und machen Lust auf mehr. Gute Musik muss also nicht immer nur aus den typischen, dominierenden Regionen kommen, die ein jeder kennt.«
Andreas Harm, Finanzen

Suppenschüssel mit Stäbchen»Das genüssliche Schmatzen und Schlürfen während der Mahlzeiten in den Filmen Hong Sang-soos.«
Johannes Rinke, Besucherservice

»Für mich war der Klang des Jahres das Blitzlichtgewitter der Fotografen am Roten Teppich während der Verleihung des Preises für Verständigung und Toleranz. Vor allem beim Eintreffen des Bundespräsidenten Joachim Gauck und dem Preisträger Richard von Weizsäcker war das Getümmel hinter dem roten Teppich fast nicht mehr zu halten, denn jeder Fotograf beanspruchte für sich den besten Spot zum Shooten.« Zeichnung eines Mobiltelefons mit Vogel
Sylvia Winkler, Presse
(Anm. d.Red.: Fotos von diesem Abend stehen hier zum Download bereit)

»Mein Klang des Jahres ist das Vogelzwitschern, welches das Handy meiner Kollegin Karin verlauten lässt – und mir immer wieder den Frühling in mein Büro bringt.«
Diana Dressel, Bildung

Veröffentlicht unter Im Jüdischen Museum Berlin
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