Eine Geschichte aus dem Kibbuz

Ausschnitt aus dem Buch, links eine Zeichnug, rechts Uhrzeiten mit Beschreibungen

Ausschnitt aus »The Guardian / Sycamore Group«
© Atalya Laufer

Unser Kunstautomat enthält ein kleines Buch, das Einblick in die Lebenswelt der israelischen Kibbuzim gibt. Durch die schlichten, schwarzen Zeichnungen und Texte, die auf Originaldokumenten basieren, stellt die Künstlerin Atalya Laufer (geb. 1979) einen besonderen Aspekt der Kindheit im Kibbuz Hasorea heraus. Zu einem der letzten Jahrgänge gehörend, die in einem Kinderhaus aufwuchs, das von Erziehern geleitet wurde, entführt sie uns in diesem Booklet in die vergangene Welt der Kibbuzim.

Die Texte des Booklets basieren auf Dokumenten aus den frühen 1970er Jahren. In den Kinderhäusern wurde über jedes Vorkommnis innerhalb einer Nachtschicht Buch geführt. So kann man heute noch nachvollziehen, wie der Alltag im Kinderhaus aussah.  weiterlesen


»Neue deutsche Geschichten«

die drei Autorinnen beim Unterzeichnen ihrer Bücher

Die drei Autorinnen unterzeichnen ihr Buch
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Svea Pietschmann

Vor Kurzem stellten Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topçu ihr Buch »Wir neuen Deutschen. Wer wir sind, was wir wollen« in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin vor. Mit etwa 100 Besucherinnen und Besuchern diskutierten die drei Zeit-Journalistinnen, was Deutschsein im 21. Jahrhundert bedeuten kann. Im Vorfeld der Veranstaltung stellten wir den drei Autorinnen mehrere Fragen, unter anderem: »Was hat Sie dazu bewogen, dieses Buch zu schreiben?« Sie antworteten:

 »Wir drei sind Kolleginnen. Alle drei Politikredakteurinnen. Alle drei Kinder von Ausländern. Wir haben festgestellt, dass wir zwar dennoch sehr unterschiedlich sind, aber eines gemeinsam haben: Eine Wut auf jene, die uns sagen wollten, wer wir sind. Mit dem Buch wollten wir uns diese Wut von der Seele schreiben, uns selbst benennen und unsere Familiengeschichten teilen. Wir wollten aufzeigen, dass Geschichten von Einwanderern nicht immer nur von Scheitern handeln, sondern auch davon, dass gebrochene und gemischte Biografien und Identitäten auch zu persönlichen Erfolgen führen können.«  weiterlesen