Veröffentlicht von am 21. August 2014 0 Kommentare

»Best Blog«-Blogstöckchen

Best-Blog-Award-Bildchen, auf dem eine gezeichnete Frau einen großen Blumentstrauß hältVor einiger Zeit haben Christopher und Johannes von einem unserer Lieblingsblogs, der Koscheren Melange, uns ein Best-Blockstöckchen mit Fragen zugeworfen. Wir, die beiden Mirjams, die den Blog seit eineinhalb Jahren redaktionell betreuen, haben uns darüber sehr gefreut, aber leider – mitten im Sommer – ein bisschen länger gebraucht, um unsere Antworten aufzuschreiben. Hier sind sie:

1. Wer bloggt und warum bloggt ihr?

Hier bloggen Kolleginnen und Kollegen des Jüdischen Museums Berlin zu Themen, die ihnen am Herzen liegen, zu Fragen, die sie sich oder anderen gestellt haben, und über Dinge, die ansonsten nicht sichtbar sind. Wir bloggen, weil wir bei unserer täglichen Arbeit immer wieder auf Fragen stoßen, Entdeckungen machen oder Überlegungen haben, die wir mit-teilen wollen.

2. Was macht eigentlich ein (sehr) gutes Blogpost aus?

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»Kiddusch-Asyl«

Als ich zum ersten Mal hörte, dass die Jüdische Gemeinde Pinneberg einem Muslim »Kirchenasyl« gewährt, musste ich schmunzeln: Der entsprechende Artikel im Online Magazin »Migazin« setzte das Wort »Kirchenasyl« in Anführungszeichen, verwendete ein Bild von der Kuppel der Synagoge in der Oranienburger Straße und die enge Koppelung der drei monotheistischen Religionen wirkte etwas gewollt.

Nun aber erhielt ich über einen Freund den Hinweis auf den kurzen Film »Kiddusch-Asyl«, der das Engagement der Pinneberger Gemeinde für den Mann aus dem Sudan thematisiert.

Ich wunderte mich zunächst, warum es nicht Synagogen-Asyl heißt. Der Kiddusch ist ein Segen, der über einen Becher Wein zu Beginn eines Feiertags gesprochen wird, um diesen zu heiligen. Beim Kirchenasyl, erfahre ich aus dem Film, geht es eigentlich um einen sakralen Raum, in dem bedrohten Menschen Schutz gewährt wird. Über einen solchen Raum verfügt auch die Jüdische Gemeinde in Pinneberg. Es stimmt zuversichtlich zu hören, wie der Vorsitzende im Film erklärt, warum sie diesen Raum dafür nutzen, einen Menschen – wenigstens zeitweise – vor Verfolgung zu schützen.

Rosa Fava, Leiterin des Projekts »Vielfalt in Schulen«

 

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Veröffentlicht von am 6. August 2014 0 Kommentare

Automatenkunst

Handarbeit für unseren Kunstautomaten

Ein Mann mit weißen Handschuhen zieht an einem Fach des Kunstautomaten

Unser Kunstautomat wird von Jens Eisenberg (Ausstellungstechnikfirma Leitwerk) bestückt.
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Gelia Eisert

Wer durch unsere Dauerausstellung läuft und eine Etage geschafft hat, der wird unweigerlich auf den ›Kunstautomaten‹ stoßen. Leise scheint der Automat ihm zweisprachig zuzuflüstern: »Kauf mich, buy me«. Diese Aufschriften blinken bunt aus den Fächern des Automaten, mehr ist auf den ersten Blick nicht zu sehen. Neugierig geworden, tritt man näher und liest die Beschriftungen: »Kunst / Art« steht in großen Lettern auf dem Automaten und an seinen Seitenflächen findet sich: »60 x Kunst von jüdischen Künstlern in Berlin«. Jetzt wird der Blick auf die Münzschlitze gelenkt, in die man vier Euro einwerfen soll.

Mit dem passenden Kleingeld in der Tasche und etwas Wagemut kann nun das Experiment starten.  weiterlesen

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