»Ask the Rabbi«

Darf man am Schabbat mit dem Auto zum Gottesdienst in die Synagoge fahren? Was bin ich, wenn mein Vater Jude und meine Mutter Christin ist? Kann ein unbeschnittener Mann Jude sein?

Porträt-Collage der sieben Rabbiner/innen

Sieben Rabbiner (v.l.): Joshua Spinner, Irith Shillor, Daniel Katz, Julien-Chaim Soussan, Jonah Sievers, Avichai Apel, Gábor Lengyl
© Jüdisches Museum Berlin, Fotos: Thomas Valentin Harb

Die neue Sonderausstellung »Die ganze Wahrheit … was Sie schon immer über Juden wissen wollten« dreht sich um alltägliche und nicht-alltägliche Fragen an das Judentum. Einige dieser Fragen haben wir sechs Rabbinern und einer Rabbinerin gestellt und ihre Antworten gefilmt. Alle sieben amtieren in Deutschland und stehen für ein breites Spektrum religiöser Strömungen: orthodox, liberal, konservativ, progressiv.

Inspiriert von der Recherche in etlichen Internetforen mit Namen wie »Ask the Rabbi«, »Askmoses« oder »Dear Rabbi«, in denen Rabbiner in aller Welt Fragen zum Umgang mit dem religiösen Gesetz im Alltag beantworten, haben wir uns an die Dreharbeiten gemacht, in einem Studio in Berlin-Wedding: mit koscherem Catering, einem wartenden Stuhl, zwei Kameras und unseren sieben Interviewpartnern.

Der leere Stuhl bei den Dreharbeiten zwischen zwei Scheinwerfern und hinter einer Kamera

Dreharbeiten »Ask the Rabbi«
© Foto: Thomas Valentin Harb, Jüdisches Museum Berlin

Es wurde viel gelacht und wir bekamen auch Antworten auf Fragen, die wir nicht gestellt hatten. Wir erfuhren zum Beispiel, dass manche Rabbiner Facebook für die Beratung ihrer Gemeindemitglieder nutzen. Oder dass man bei der Bewirtung von Gästen, die koscher essen, mit einer ungeschälten Banane und einem Glas Tee sehr weit kommen kann.

Die Film-Installation »Ask the Rabbi« wird in unserer neuen Sonderausstellung einen eigenen Raum einnehmen. Sie können sie sich ab morgen, dem 22. März 2013, im Jüdischen Museum Berlin ansehen.

Martina Lüdicke, Kuratorin der Sonderausstellung »Die ganze Wahrheit«

Kommentiert von katja boeddinghaus am 23. Mai 2013, 11:07 Uhr

liebe frau lüdicke,
gibt es eine chance, den film online bzw. außerhalb der ausstellung zu sehen? ich fand ihn großartig und würde ihn gerne meinen alten eltern zeigen.
viele grüße,
katja boeddinghaus

Kommentiert von Martina Lüdicke am 27. Mai 2013, 11:02 Uhr

Liebe Frau Boeddinghaus,

wir freuen uns, dass Ihnen der Rabbiner-Film gefällt. Zur Zeit kann man den Film nur in denAusstellungsräumen sehen, aber wir denken über eine Online-Präsentation nach Ende der Laufzeit nach.

Herzlich,
Martina Lüdicke

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