Kurz vor der Zeit:

was wir dann doch nicht zeigen

In wenigen Tagen, ja Stunden eröffnet unsere Sonderausstellung »Alles hat seine Zeit«, die Zeremonialobjekte und profane Gegenstände als »Rituale gegen das Vergessen« inszeniert. Die Objekte sind nun beinahe alle im Haus, die Wände gestrichen, die Texte geschrieben, die Vitrinen aufgebaut sowie eingerichtet und die Website zur Ausstellung gelauncht.

Vieles sieht in den letzten Tagen allerdings anders aus, als ursprünglich erdacht und geplant. Bis zuletzt gilt es zu entscheiden, was wie gemacht werden soll, und sich von Vorstellungen zu verabschieden, die sich als untragbar erweisen. Zurzeit drehen wir einen Trailer zur Ausstellung und haben diverse Szenen ›im Kasten‹, die in der unmittelbaren Drehsituation interessant und vielversprechend wirkten. Einige davon werden jedoch dem Schnitt zum Opfer fallen. So auch dieses Statement von Cilly Kugelmann zu dem Ausstellungstitel und der Bedeutung von Zeit:

Dem Thema Zeit, genauer gesagt: der jüdischen Perspektive auf die Zeiten widmet sich auch unser kommendes JMB-Journal.  weiterlesen


So viel Raum muss sein

Von verborgenen Kulturschaffenden

Plakat mit der Aufschrift »Die Weltliteratur wird von Übersetzern gemacht.« José Saramago, Literatur-Nobelpreisträger 1998

© VdÜ Die Literaturübersetzer,
Design: Christian Hoffmann

Heute ist die Giornata mondiale della traduzione bzw. Międzynarodowy Dzień Tłumacza, Journée mondiale de la traduction, Uluslararası Çeviri Günü, Día Internacional de la Traducción, International Translation Day – also: Internationaler Übersetzertag.

1991 von der Fédération Internationale des Traducteurs (FIT) ausgerufen, soll der Tag die Bedeutung von Übersetzungen für unsere Kultur bewusst machen. Der 30. September ist nämlich der Todestag von Hieronymus (gestorben 420 n. u. Z.), der die Hebräische Bibel ins Lateinische übersetzte. Seit der Antike haben Übersetzungen die jeweilige Zielsprache beeinflusst und in unserer heutigen, international vernetzten Welt sind sie unsere täglichen Begleiter. »Wo immer gesprochen, geschrieben, gelesen, ja selbst gesungen wird, hatten und haben Übersetzer ihre Hand im Spiel, und ihnen verdanken wir es, dass die ganze Welt in der eigenen Sprache aufgehoben ist«, bringt es der Verband der Literaturübersetzer (VdÜ) auf den Punkt.  weiterlesen

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Beit: Ein Hausprojekt für Schülerinnen und Schüler

Holzhütten in einem Kreis auf dem Schulhof, die Schüler sitzen darin

Die Holzhäuser in Form des hebräischen Buchstabens Beth
© The Beit Project, Foto: David Gauffin

Beit heißt ein europaweites Projekt, das sich der französisch-jüdische Architekt, David Stoleru, ausgedacht hat. Der Name leitet sich einerseits von dem hebräischen Wort »Bajit« für Haus ab und andererseits von dem zweiten Buchstaben des hebräischen Alphabets »Beth«. Die kleinen Holzhäuser erinnern ein wenig an Strandkörbe. Von der Seite betrachtet stellen sie den hebräischen Buchstaben Beth ב dar, den Anfangsbuchstaben von Beit. Solche Häuser haben sich Berliner Schülerinnen und Schüler verschiedener achter Klassen in den Heckmann-Höfen in Mitte aufgebaut, um ihre Schule (hebr. Beit Sefer, wörtlich: Haus des Buchs) ins Freie zu verlegen. Hier widmen sie sich zwei Tage lang der Aufgabe, die Spuren der jüdischen Gemeinschaft im kulturellen und stadtgeschichtlichen Erbe aufzuspüren.

Es sind zwei anstrengende Tage, an denen sich die Schülerinnen und Schüler viel bewegen und mehrfach überwinden müssen.  weiterlesen

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