Eine Preview als #TweetUp zu #Hautab

»Wortraum« zum abrahamitischen Bundschluss auf Hebräisch, Arabisch, Deutsch und Englisch  © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

»Wortraum« zum abrahamitischen Bundschluss auf Hebräisch, Arabisch, Deutsch und Englisch
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Am Abend vor der Ausstellungseröffnung von »Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung« konnten einige Blogger und Twitterer einen Blick hinter die Kulissen im Jüdischen Museum Berlin werfen. In der Endphase des Aufbaus führten Programmdirektorin Cilly Kugelmann und Kuratorin Martina Lüdicke die Gruppe erstmals durch die neue Ausstellung. In konzentrierter und ruhiger Atmosphäre wurden originelle, ernste und auch mal ironische Tweets in 140 Zeichen verfasst, die wir nun zu einem virtuellen Rundgang in drei Sprachen zusammengestellt haben. Fotos und Tweets spiegeln die vielen Aspekte der großen Ausstellung um das kleine Stück Vorhaut – von der Installation »Auf Messers Schneide« über die Objekte und Kunstwerke aus Judentum, Islam und Christentum bis hin zum abschließenden »Resonanzraum«.

Katharina Schmidt-Narischkin und Sylvia Winkler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Gedankenfutter

Menurkeys für Thanksgivukka?

Eine Menora, ein Blumenstrauß und das Buch »Curious George«

Intensive Recherchen in der Vorbereitung für Thanksgivukkah
Foto: Signe Rossbach

Chanksgiving! Als feierfröhliche Familie mit deutschen, amerikanischen, jüdischen, protestantischen, katholischen und puritanischen Wurzeln versuchen wir so viele Feste wie möglich in unserem Familienkalender unterzubringen. So ergibt sich für die ersten zwölf Novembertage, in denen es Halloween, den Geburtstag unserer Zwillinge und den traditionellen Laternenumzug zu St. Martin zu feiern gilt, ein dicht gedrängtes Feiertagsprogramm.

Kaum zu Atem gekommen, blicken wir schon in die nächste Festsaison, dieses Jahr in ungewöhnlicher Konstellation. Oft wird Chanukka, das jüdische Fest der Lichter und Wunder, mit dem christlichen Lichterfest zur Feier einer wundersamen Geburt assoziiert, mit Weihnachten also. Und das leuchtet auch ein. Jedenfalls oberflächlich besehen. Vor ein paar Jahren haben wir eine ganze Ausstellung dem Thema »Weihnukka« gewidmet, in der die kulturelle Evolutionsgeschichte der beiden Feste aufgerollt wurde. Und dieses Jahr, am 3. Dezember, wird Rabbiner Daniel Katz einen sehr unterhaltsamen Vortrag über Weihnachten und die Juden halten.

Doch Thanksgiving?  weiterlesen


Ehevorbereitungen und Vergangenheitspflege

Innenansicht des Essraums

Farm außerhalb New Yorks, mit Lichtern und Blumen dekoriert © Chuck Fishman

Junge Menschen heiraten immer seltener und diejenigen, die es doch tun, verabschieden sich von ihrem Ledig-Sein mit zunehmend großem Aufwand. In Nordamerika sind Bachelor- und Bachelorette-Partys berühmt und berüchtigt für die Alkohol- und Freizügigkeitsexzesse von Braut und Bräutigam. Dieselben Partys werden in England als »stag & hen nights«, Nächte der Hirsche und Hennen, bezeichnet. In Deutschland pflegte man einst, am »Polterabend« Porzellan zu zerschlagen. Heute torkeln Gruppen von jungen Männern und Frauen mit auffällig bedruckten T-Shirts und groben Tröten getrennt voneinander durch die Fußgängerzonen.

Junge Juden in den USA sind derweil im Begriff, sich eine osteuropäische Tradition zu eigen zu machen: den »Tisch« (Jiddisch für Esstisch, eine Kurzform für »Chosons Tisch«, die Tafel des Bräutigams).  weiterlesen

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