Veröffentlicht von am 28. Juli 2017 0 Kommentare

»Informativ, unerwartet, abwechslungsreich«

Stimmen unserer Besucher*innen zu Cherchez la femme

Seit mehr als drei Monaten können sich die Besucher*innen in unserer aktuellen Ausstellung Cherchez la femme dem Thema Kopfbedeckungen für Frauen in den drei großen Religionen nähern. Die Ausstellung zeigt unter anderem, dass die Grenzen von (religiösen) Kleidungsvorschriften immer wieder neu ausgelotet und interpretiert werden.  Da uns die Meinung unserer Besucher*innen sehr interessiert, haben wir uns ein wenig in der Ausstellung umgehört:

Christian (39 Jahre), Ludwigsburg, Gemeindeprediger, unterrichtet Deutsch und Geschichte

Welches Objekt hat Ihnen am besten gefallen?

Mehrere Kopftücher und Schleier auf Kopfmodellen präsentiert

Verschiedene Stilarten der Kopfbedeckung; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Die Galerie mit den verschiedenen Arten von Kopfbedeckungen. Mich hat die Liebe zum Detail beeindruckt. Zum Beispiel war mir nicht klar, welche Unterschiede es bei Kopftüchern gibt, etwa zwischen türkischen und arabischen Stilen.

Welche Bedeutung haben Ihre Haare für Sie?

Es ist mir wichtig, dass sie gut aussehen. Ich gehe regelmäßig zum Friseur.

Würden Sie sagen, dass Sie sich an Kleidungsvorschriften halten?  weiterlesen


Veröffentlicht von am 16. Juni 2017 0 Kommentare

Ausstellungstipp: Schalom. 3 Fotografen sehen Deutschland

Seit dem 5. Mai und noch bis 3. September 2017 ist im Museum in der Kulturbrauerei die Ausstellung Schalom. 3 Fotografen sehen Deutschland. Holger Biermann | Rafael Herlich | Benyamin Reich zu sehen, die auch für unsere Blog-Leser*innen interessant sein könnte. Hier ein Auszug aus der Ausstellungsankündigung:

Ein jüdisches Lebensmittelgeschäft in Berlin, eine Rabbinerfamilie mit ihrem Neugeborenen, Polizisten, die eine Synagoge in Frankfurt bewachen – Szenen aus dem jüdischen Alltag in Deutschland. Die Fotografien von Holger Biermann, Rafael Herlich und Benyamin Reich umspannen die Jahre 2000 bis 2015 und dokumentieren jüdisches Leben und Kultur aus unterschiedlichen Perspektiven: Sie zeigen Kinder in einer Talmudschule oder gläubige Juden am Neujahrsfest Rosch ha-Schana, aber auch antisemitische Schmierereien an einer Synagoge.

Die Ausstellung will anregen zur Auseinandersetzung mit der Frage: Wie selbstverständlich ist jüdisches Leben in Deutschland 70 Jahre nach dem Holocaust?

Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
Eintritt frei

Weitere Informationen, z.B. zum Begleitprogramm, finden Sie auf der Website des Museums in der Kulturbrauerei.

Veröffentlicht unter Fotografie, Über den Tellerrand
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Veröffentlicht von am 9. Juni 2017 0 Kommentare

Das Kleid der Ehebrecherin

Die Künstlerin Andi Arnovitz stellt das traditionelle Eherecht in Frage

Foto des im Text näher beschriebenen Kleides, auf einem Kleiderbügel aufgehängt

Das Kleid der Ehebrecherin von Andi LaVine Arnovitz, 2009; Foto: Avshlom Avital

In unserer aktuellen Ausstellung Cherchez la femme hängt ein transparentes Kleid, das alles preiszugeben scheint. Aus Japanpapier, Haar, Buchstaben und Schmutzpartikeln hat die israelisch-amerikanische Künstlerin Andi LaVine Arnovitz ein zartes Kunstwerk geschaffen. Locken schmücken das Kleid aus Papier und deuten die Schönheit seiner Trägerin an. Doch wie sind andere Bestandteile zu verstehen: Schmutz und krauses Körperhaar?

Den Schlüssel zum Verständnis liefern die vereinzelt applizierten Buchstaben. Sie führen zu dem biblischen Ritual, welches in der Tora, Numeri 5: 11 – 31 beschrieben wird, und auf das diese Arbeit sich bezieht:  weiterlesen