Das Gegenteil von Jetzt
Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart – Führung für Schüler*innen ab der 8. Klasse
Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen. Hannah Arendt, 1960.
Termin nach Vereinbarung
Woher nimmt man als junger Mensch angesichts multipler nationaler und internationaler Krisen den Mut, die Welt mitzugestalten? Wie findet man angesichts nicht abreißender Nachrichten über die Bedrohung der Zukunft des Planeten und der liberalen Demokratie einen Weg aus der Resignation? Wie erfährt man Selbstwirksamkeit?
Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums hat das Jüdische Museum Berlin zwölf Künstlerinnen eingeladen, in eigens für die Ausstellung entwickelten Projekten neue Perspektiven auf unsere Zeit zu eröffnen. Die Werke setzen sich mit den Herausforderungen eines oft bedrückenden Jetzt auseinander. Dabei ermutigen sie dazu, das Bestehenden zu überwinden, indem sie das Werden und Wachsen, das Prozesshafte in uns ansprechen. Die Künstlerinnen fordern die Besucher*innen auf, durch eigenes Handeln mit dem Kunstwerk zu interagieren: rückwärtszugehen, zu tanzen oder einen interaktiven Chor zu dirigieren. So laden die Werke dazu ein, die eigene soziale Vorstellungskraft zu erkunden und ihr Potenzial wachzurufen.
Der für Schüler*innen ab der 8. Klasse konzipierte Besuch der Ausstellung widmet sich einer passenden Auswahl der künstlerischen Projekte, besucht den eigens für die Ausstellung entwickelten KI-Agenten für die Produktion neuer Zukunftsmanifeste und lädt ein zu einem aktiven Austausch über Das Gegenteil von Jetzt.
Für Schüler*innen der Oberstufe mit entsprechendem Fächerschwerpunkt (z.B. Philosophie, Ethik, Politik, Sozialkunde, Werte und Normen) bietet die Ausstellung eine weitere Ebene: Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung der künstlerischen Positionen sind die kritischen, aber gleichfalls zukunftsorientierten Gesellschaftstheorien der deutsch-jüdischen Philosophie des 20. Jahrhunderts von Franz Rosenzweig über Ernst Bloch und Theodor W. Adorno bis Hannah Arendt. Diese sind in Auszügen in die Ausstellung integriert und können bei gewünschtem Themenfokus und Kompetenz der Schüler*innen ergänzend zur interaktiven Rezeption der Kunstwerke in die Führung aufgenommen werden.
Mit Kunstwerken von: Yael Bartana, Andrea Büttner, Chto Delat, Arnold Dreyblatt, William Forsythe, Dana Kavelina, Alexander Kluge, Daniel Laufer, Dor Zlekha Levy, Ari Benjamin Meyers, Alona Rodeh, Eran Schaerf.
Alle Angebote zur Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart
Über die Ausstellung
Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart – 4. Sep 2026 bis 10. Jan 2027
Begleitprogramm & Führungen
Filmvorführungen, JMB Buchclub, Podiumsgespräche und öffentliche Führungen – demnächst alle Termine im Kalender
Publikationen
Katalog zur Ausstellung – zweisprachig Deutsch/Englisch, erscheint im Sep 2026
Siehe auch
- Kunst im Jüdischen Museum Berlin
- 25 Jahre Jüdisches Museum Berlin – alle Angebote im Jubiläumsjahr
Wann & wo?
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WannTermin nach Vereinbarung
- Dauer90 Minuten
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Wo
Altbau EG, „Meeting Point“ im Foyer
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
Zum Lageplan
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Eintritt
45 € pro Gruppe, inkl. freier Eintritt
Buchungsanfrage Für Gruppen bieten wir Führungen zum Wunschtermin. Bitte stellen Sie ihre Anfrage mindestens 6 Wochen vor dem gewünschten Termin per Email an visit@jmberlin.de
SpracheDeutsch, Englisch, Hebräisch, Russisch, Ukrainisch, Spanisch, Französisch
Teilnehmer*innenzahlmax. 15 Schüler*innen plus eine Begleitperson; zwei parallele Gruppen sind möglich
Hinweis Das Angebot richtet sich an Schulgruppen ab Klasse 8