Direkt zum Inhalt

Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Blick in das Modell eines Wohnzimmers

Maya Zacks computergenerierte Visualisierungen der Serie Living Room (2009) basieren auf erzählten Erinnerungen und zeigen das Wohnzimmer einer jüdischen Familie der 1930er-Jahre; Jüdisches Museum Berlin.

Unsere Sammlungen

„Geschichten erzählen mit Objekten“ ist ein Leitgedanke unserer Sammel­tätigkeit auf allen Gebieten. Dies kann durch herausragende Einzelstücke geschehen ebenso wie durch Ensembles aus unterschiedlichen Objekten, Bildern, Kunstwerken und Dokumenten. So zeigen wir das Leben der deutschen Jüdinnen*Juden und der Jüdinnen*Juden in Deutschland.

Sammlungsobjekte

Zurzeit umfassen unsere Sammlungen etwa 9.500 Kunstwerke, 1.000 Objekte der Angewandten Kunst, 1.500 des religiösen Gebrauchs sowie 4.500 Objekte der Alltagskultur, 24.000 Fotografien und über 1.700 Konvolute des Archivs sowie die historischen Bestände der Bibliothek mit circa 11.000 Bänden.

Die Sammlungs­objekte dienen dazu, jüdische Kultur und Geschichte auf anschauliche Weise zu vermitteln, Material für die Forschung zur Verfügung zu stellen und nicht zuletzt das Andenken an die Menschen zu bewahren, deren Geschichten sie erzählen.

Familien­sammlungen

Ein Herzstück unserer Sammlung sind die Nachlässe von Familien. Sie enthalten alle Arten von Bildern, Gegen­ständen und Schrift­stücken. Zusammen zeigen sie ein lebendiges Bild vom privaten, beruflichen und religiösen Leben. Die Familien­sammlungen wurden durch Verfolgung und Emigration hinweg bewahrt und dem Museum von Nach­kommen aus aller Welt geschenkt.

Historische Schwerpunkte

Die meisten Objekte unserer Sammlungen stammen aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie dokumentieren die bürgerliche Lebenswelt und die Moderne sowie Verfolgungs- und Emigrations­erfahrungen. Berlin ist dabei ein Schwerpunkt, doch suchen wir als Jüdisches Museum der Bundesrepublik auch Objekte aus anderen Regionen, aus anderen Epochen und zu anderen Themen.

Unser besonderes Interesse beim Ausbau der Sammlung in den nächsten Jahren gilt der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen, die Sammlung durch interessante Objekte zu erweitern. Machen Sie uns ein Angebot oder spenden Sie an den Förderverein.

Blick in das Modell eines Wohnzimmers

Detail aus Living Room 1 von Maya Zack. Die computer­generierten Visualisierungen der Serie Living Room (2009) basieren auf erzählten Erinnerungen und zeigen das Wohn­zimmer einer jüdischen Familie der 1930er-Jahre; Jüdisches Museum Berlin.

Ansprechpartnerin

Inka Bertz
Leiterin der Sammlungen/Kuratorin für Kunst
T +49 (0)30 259 93 414
F +49 (0)30 259 93 409
i.bertz@jmberlin.de

Postadresse

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

Wenn Sie das Jüdische Museum Berlin unterstützen möchten und glauben, Material zu besitzen, das für uns interessant sein könnte, nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Zur ausführlichen Antwort

Wir haben einen öffentlich zugänglichen Lesesaal. Außerdem können Sie in unseren Bibliotheks- und ausgewählten Sammlungsbeständen online recherchieren. Für die Einsicht weiterer Bestände nehmen Sie bitte Kontakt zu den zuständigen Kurator*innen auf.

Zur ausführlichen Antwort

Die Ansprechpartnerin für Foto-Reproduktionen ist Valeska Wolfgram (T +49 (0)30 259 93 433, E-Mail: fotodoku@jmberlin.de). Leihanfragen müssen mindestens sechs Monate im Voraus gestellt werden. Für Nachfragen zur organisatorischen Abwicklung wenden Sie sich bitte an Katrin Strube (T +49 (0)30 259 93 417, E-Mail: k.strube@jmberlin.de).

Zur ausführlichen Antwort

Teilen, Newsletter, Feedback

Blick hinter die Kulissen: Anekdoten und spannende Funde bei der Arbeit mit unseren Sammlungen (10)

Anekdoten und spannende Funde bei der Arbeit mit unseren Sammlungen

Mitarbeiter*innen unseres Archivs sowie unserer verschiedenen Sammlungs­schwerpunkte geben Einblick in ihre Arbeit und teilen dabei Geschichten und Erkenntnisse.

Etikett auf einem Tagebuch

Berlin in Zeiten der Cholera

Doreen Tesche und Jörg Waßmer entdecken in den Tagebuch-Einträgen von Louis Röhmann über die Cholera 1837 in Berlin einige Parallelen zur heutigen Corona-Pandemie.

„Ich fühlte mich seit diesem Tag wie eine Neugeborene.“

Ein beeindruckendes Zeitzeugnis zur Befreiung 1945

Das gibt’s doch nicht! Oder doch?

Jörg Waßmer berichtet von Zufällen bei der Arbeit im Archiv

Restaurierung mit Brief und Siegel

Stephan Lohrengel berichtet von seiner Arbeit als Papierrestaurator im Museum.

Die Welt im Kleinformat

Kirsten Meyer berichtet von der Restaurierung und Verpackung eines Briefmarkenalbums

Abschiedsbrief, Tinte auf Papier

Ausstellungskuratorin Maren Krüger und Papierrestaurator Stephan Lohrengel stellen ein berührendes Zeitdokument vor und erklären, warum es nur kurzzeitig ausgestellt werden konnte.

Schwarz-Weiß-Fotografie jugendlicher Jungen und Mädchen, die sich lachend aus einem Zugfenster lehnen.

Fotografische Zeit­zeugnisse

Theresia Ziehe, Kuratorin für Fotografie, über die Geschichte der Sammlung Herbert Sonnenfeld

Selbst geschriebener Ehevertrag, welcher mit einem roten Kussmund besiegelt wurden.

Alles um Liebe

Jörg Waßmer sucht in der Sammlung des Jüdischen Museums Berlin nach Spuren sexueller Vielfalt

Porträt einer Frau, die sich Spitzenstoff vor ihr Gesicht hält

Aus dem Müll geborgen

Anna Rosemann über private Fotoalben als Quellen und das Leben und Werk der Künstlerin Olga Irén Fröhlich

„Es wäre aber in diesem Falle die beste Lösung, wenn ein Mädel käme.“

Jörg Waßmer findet im Nachlass von Fritz Wachsner Interessantes zur innerjüdischen Beschneidungsdebatte.