Veröffentlicht von am 24. Dezember 2012

Zitronen-Mandel-Kuchen

ZitroneDie Akademie des Jüdischen Museums Berlin wurde im November 2012 im Sinne von Moses Maimonides, Gelehrter des 12. Jahrhunderts, und seiner Maxime »Höre die Wahrheit, wer immer sie spricht« eingeweiht. Während Besucher und Gäste dieses Zitat deuteten, servierten wir einen mallorquinischen Zitronen-Mandel-Kuchen, dessen Rezept sich ins Mittelalter zurückverfolgen läßt. Der Kuchen ist ein Beispiel der damaligen jüdischen Patisserie, für die Maimonides bekanntlich eine Vorliebe gehabt haben soll.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 8. Dezember 2012

Was ist koscher für ein Inhaltsstoff?

Menora-Leuchter auf dekoriertem Tisch

© Michaela Conen

Alle Jahre wieder stehen Juden in Deutschland vor der Frage, wo sie ihre Chanukka-Utensilien herbekommen. In den Kaufhäusern lachen uns Weihnachtmänner an, die Regale quellen über mit mannigfaltigen Köstlichkeiten in glitzernden Verpackungen, und natürlich gibt es überall Adventskalender. Selbst die Pakete, die wir bekommen, sind lange vor dem Fest weihnachtlich geschmückt, doch weit und breit keine Chanukka-Artikel. Bei den üblichen »Verdächtigen«, den Geschäften mit jüdischer Literatur oder koscheren Lebensmitteln, gibt es wie immer die gleichen Pappteller und Dekoartikel mit dem Design von vor fünf Jahren. Da höre ich innerlich schon die Kinder sagen, »nicht schon wieder den gleichen Kram«. Also, was tun?  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 5. Dezember 2012

Das Klapperdeckchen

Geschirrdecken aus Spitze

Zwei Klapperdeckchen aus dem Haushalt der Familie Plesch, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, Janos und Melanie Plesch Gedenk-Schenkung von Prof. Dr. Peter H. Plesch

In der Kantine des Europäischen Patentamts am Halleschen Tor stärken sich auch viele Mitarbeiter des Jüdischen Museums. Das Essen ist hier zwar vortrefflich, für die Ohren ist die Mittagspause allerdings eine Zumutung: Besteck klappert, Geschirr scheppert, die Stimmen der speisenden Menschen verquirlen sich zu einem einzigen großen Brummen.

Im Speisezimmer der Berliner Arztfamilie Plesch wäre ein solches akustisches Tohuwabohu undenkbar gewesen. Ihr Geheimnis: Klapperdeckchen.  weiterlesen

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