Allgemeine Geschäfts- und Zahlungsbedingungen

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäfts- und Zahlungs­bedingungen gelten für alle Lieferungen und Leistungen der Stiftung Jüdisches Museum Berlin (SJMB), vertreten durch den*die Direktor*in, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin, die online über die Website der Stiftung Jüdisches Museum oder telefonisch bestellt werden. Abweichende Geschäfts­bedingungen werden nicht anerkannt, wenn die SJMB ihnen nicht vor Vertragsabschluss schriftlich zugestimmt hat.

2. Vertragsabschluss

Das Vertragsverhältnis beim Kauf von Eintrittskarten, Veranstaltungs­tickets, Führungen oder anderen Produkten kommt ausschließlich zwischen der SJMB und dem*der Kund*in zustande. Der*die Kund*in beauftragt die SJMB mit der Abwicklung der Verträge. Produkte werden nur an Endkunden und autorisierte Wiederverkäufer verkauft.

Mit der Bestätigung der Bestellung auf der Website der SJMB oder durch telefonische bzw. schriftliche Bestellung beim Besucher­service unterbreitet der*die Kund*in der SJMB das Angebot zum Abschluss eines Vertrages auf den Erwerb bzw. die Inanspruch­nahme sämtlicher im Warenkorb befindlicher Produkte und Dienstleistungen. Durch Bestätigung per E-Mail nimmt die SJMB dieses Angebot an und die Buchung ist damit verbindlich. Eine Versendung weiterer Belege per Post erfolgt nicht. Eine Stornierung ist nur durch Maßgabe nachstehender Bedingungen möglich.

Die SJMB bedient sich zur Bereitstellung des Online-Angebots externer Dienstleister. Die Buchungen finden im Shopsystem des technischen Dienstleisters Giant Monkey Software Engineering GmbH statt. Die Zahlungs­abwicklung wird durchgeführt von der Paymill GmbH in Stellvertretung und auf Rechnung der SJMB.

3. Preise und Zahlung

Die angebotenen Preise für Eintrittskarten, Veranstaltungs­tickets, Museumsführungen und andere Produkte sind umsatzsteuerbefreit gemäß § 4 Nr. 20 a UStG. Die Zahlung erfolgt als Vorauszahlung durch den*die Kund*in in einer der angebotenen Zahlungsweisen. Eine Bezahlung von über den Besucher­service gebuchten Leistungen ist auch beim Museumsbesuch an der Kasse möglich. In Ausnahmefällen kann nach Absprache eine nachträgliche Zahlung auf Rechnung erfolgen. Die Zahlung per Sammel­rechnung ist nur nach entsprechender Vereinbarung möglich.

Gutscheine gelten mit Ablauf des Kalender­jahres, in dem sie erworben wurden, weitere drei Jahre und sind danach nicht mehr einlösbar.

4. Versand

Der Versand von Bestätigung, Rechnungen, Print@home-Tickets und Eintrittskarten erfolgt auf Risiko des*der Kund*in an die von ihm*ihr angegebene E-Mailadresse. Der Versand bestellter Produkte erfolgt umgehend nach Erhalt des Kaufpreises. Die Gefahr des zufälligen Untergangs geht mit Übergabe an das Versand­unternehmen auf den*die Kund*in über. Ein Ersatz erfolgt nicht. Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt das Produkt Eigentum der Stiftung Jüdisches Museum Berlin.

5. Museumseintritte und Veranstaltungen

Eintrittskarten berechtigen am gewählten Datum und gegebenenfalls innerhalb eines gewählten Zeitfensters zum Eintritt in die Ausstellung/das Museum. Veranstaltungstickets berechtigen zur Teilnahme an der gebuchten Veranstaltung.

Zeitfenster beziehen sich lediglich auf den Zeitpunkt des Eintritts. Die anschließende Verweildauer ist unbegrenzt im Rahmen der regulären Öffnungszeiten, die der Homepage www.jmberlin.de entnommen werden können.

Auf elektronischem Wege versandte Eintrittskarten und Teilnahme­bestätigungen sind entweder auf DIN A4-Papier auszudrucken oder in digitaler Form auf dem mobilen Endgerät als Nachweis der Entrichtung des Entgeltes vor dem Betreten vorzuzeigen. Sämtliche ausgedruckten Online-Tickets und Bestätigungen enthalten einen Barcode, der auf keinen Fall geknickt oder beschädigt werden darf. Der Barcode wird durch einen Scanner entwertet. Die Eintrittskarten dürfen nach Eintritt nicht an andere Personen übertragen werden.

Ermäßigte oder kostenfreie Eintrittskarten sind nur gültig in Verbindung mit dem jeweils entsprechenden Berechtigungs­nachweis. Dieser muss der Einlass­kontrolle vorgezeigt werden. Liegt keine Berechtigung für den Erwerb eines ermäßigten oder kostenfreien Eintritts vor, so ist am Tage des Besuchs der Differenzbetrag zum Normalpreis an der Kasse zu entrichten.

Ein gewerblicher Weiterverkauf ist unzulässig. Inhabern manipulierter, kopierter oder anderweitig verfälschter Karten gewährt die SJMB keinen Zutritt. Die SJMB behält sich vor, für Sonder­veranstaltungen besondere Eintrittsregelungen zu treffen. Sie ist berechtigt, den Zutritt für einzelne Bereiche zu sperren oder den Zugang zu beschränken. Bei Verlust, Diebstahl oder Nichtinanspruchnahme der Online-Eintrittskarte wird kein Ersatz geleistet.

6. Führungen und andere Leistungen

Für alle Führungen, Workshops und andere Gruppen­angebote besteht eine Teilnehmer*innen­beschränkung pro gebuchtem Termin. Sie bedürfen einer Vorausbuchung, die spätestens 14 Tage vor der Durchführung abgeschlossen sein muss. Auf elektronischem Wege versandte Buchungs­bestätigungen sind durch den*die Kund*in auf DIN-A4-Papier auszudrucken und vor der Inanspruchnahme der Leistung an der Kasse vorzuzeigen.

Führungen, Workshops und andere Gruppen­angebote werden von einem selbständig tätigen Guide im Auftrag der SJMB durchgeführt. Die Bestimmung und Beauftragung eines fachkundigen Guides obliegt der SJMB. Im Übrigen gelten die auf der Buchungs­bestätigung angegebenen Führungs- und Anmelde­modalitäten. Die SJMB behält sich geringfügige Änderungen im Programm und den Wechsel des Guides vor. Das Alter angemeldeter Kinder muss der angegebenen Altersgruppe für den Kurs entsprechen, andernfalls behalten wir uns vor, die Teilnahme des Kindes abzulehnen.

Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt wird, ist in dem Preis für Führungen und andere Leistungen das Entgelt für den Eintritt nicht enthalten.

Sollte sich die Gruppe verspäten, verkürzt sich die Führung um die entsprechende Zeit. Nach 15 Minuten erlischt der Anspruch auf die Führung.

7. Bild- und/oder Tonaufnahmen

Die SJMB behält sich vor, von einzelnen Veranstaltungen Ton- und/oder Bildaufzeichnungen bzw. Übertragungen durch berechtigte Personen zuzulassen bzw. selbst anzufertigen. Der*die Besucher*in erklärt sich mit dem Erwerb der Eintrittskarte damit einverstanden, dass er/sie eventuell in Bild und/oder Wort aufgenommen wird und diese Aufzeichnungen ohne Anspruch auf Vergütung veröffentlicht bzw. verwertet werden dürfen, soweit nicht berechtigte Interessen des Besuchers entgegenstehen. Die SJMB ist berechtigt, diese zu nutzen, insbesondere zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben oder öffentlich zugänglich zu machen, soweit sie der Dokumentation der Veranstaltung dienen und ohne dass eine Einzelperson im Vordergrund steht.

8. Hausrecht

Der*Die Direktor*in der SJMB übt auf den Grundstücken und in den Gebäuden des Jüdischen Museum Berlin das Hausrecht aus. Zudem ist eine Übertragung der Ausübung des Hausrechts an weitere dazu bevollmächtigte Personen durch den*die Direktor*in möglich. Den Anweisungen dieser Personen ist Folge zu leisten. Besucher*innen kann der Zutritt verweigert werden, wenn begründeter Anlass zu der Annahme besteht, dass sie den Museumsbetrieb stören oder andere Besucher*innen belästigen werden. Der Zutritt kann weiter verweigert werden, wenn der*die Besucher*in gegen diese AGB verstoßen hat. Personen, die den Kartenverkauf behindern, stören oder die Museumsgäste belästigen, können aus dem Haus gewiesen werden. Besucher*innen können des Hauses verwiesen werden, wenn sie die Abläufe im Museum stören oder andere Personen belästigen. Der Eintrittspreis wird in diesen Fällen nicht erstattet.

Hausverbot

Wenn ein generelles Hausverbot ausgesprochen wird, gilt dies sowohl für den Besuch der Ausstellungen als auch der Veranstaltungen, die in den Räumlichkeiten des Jüdischen Museums Berlin durchgeführt werden. Für die Aufhebung des Hausverbots bedarf es eines schriftlichen Antrags mit Begründung, über den innerhalb von 3 Monaten durch die Stiftung Jüdisches Museum Berlin entschieden wird.

Rauchen

Im Jüdischen Museum Berlin besteht Rauchverbot (inkl. E-Zigarette). Die entsprechenden Hinweise sind zu beachten. Rauchen ist lediglich in den Außenbereichen gestattet.

Getränke, Speisen

Das Mitbringen von Getränken und Speisen in das Jüdische Museum Berlin ist gestattet. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist allerdings in den Ausstellungen und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten des Jüdischen Museums Berlin untersagt, sofern nicht ausdrücklich von diesem Verbot abgesehen wird (z. B. im Cafébereich der Dauerausstellung). Dies gilt auch für alle im Jüdischen Museum Berlin angebotenen Speisen und Getränke.

9. Sicherheit

Garderobenpflicht

Zum Schutz der in den Ausstellungen gezeigten Objekte müssen schwere Überbekleidung, Rucksäcke, Schirme und größere Taschen an den Garderoben abgegeben werden, sofern nicht dringende Gründe für die Mitnahme in die Ausstellungs­bereiche geltend gemacht werden. Diese Regelung gilt auch für alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen des Jüdischen Museums Berlin.

Kontrolle

Aus Sicherheitsgründen können Taschen, mitgeführte Behältnisse und Kleidung wie Mäntel, Jacken und Umhänge durch das Sicherheits­personal im Jüdischen Museum Berlin oder durch andere dazu Beauftragte auf ihren Inhalt hin kontrolliert werden. Alle Gegenstände, Substanzen und Materialien, welche die Sicherheit der Gäste gefährden oder den Museumsaufenthalt negativ beeinträchtigen können, dürfen nicht mit ins Museum genommen werden. Besucher*innen, die mit der Sicherstellung von Gegenständen, die zu einer Gefährdung der Ausstellungsobjekte, einer Veranstaltung oder von anderen Besucher*innen führen können, nicht einverstanden sind, werden nicht in die Räumlichkeiten des Jüdischen Museums Berlin eingelassen. Ein Anspruch der zurückgewiesenen Besucher*innen auf Erstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht. Bei Veranstaltungen oder anderen besonderen Anlässen kann die Mitnahme von Taschen und ähnlichen Behältnissen oder sperrigen Gegenständen in die Veranstaltungs­räume entsprechend der Garderobenpflicht in den Ausstellungs­bereichen untersagt werden.

Evakuierung

Bei Brand und sonstigen Gefahren­situationen müssen die Besucher*innen das Jüdische Museum Berlin ohne Umwege sofort durch die gekennzeichneten Ausgänge verlassen. Eine Garderobenausgabe findet in diesen Fällen nicht statt. Den Anweisungen des Servicepersonals oder anderen Personen, die von der Stiftung Jüdisches Museum für die Entfluchtung der Gäste beauftragt sind, ist unbedingt Folge zu leisten.

10. Widerrufsrecht

Die Regelung zum Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen finden gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB keine Anwendung auf Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht.

11. Stornierung

Bezahlte Eintrittskarten und Veranstaltungstickets können nicht storniert werden und werden nicht rückerstattet.

Eine kostenfreie Stornierung von Gruppenführungen und Workshops ist bis spätestens 5 Werktage im Voraus schriftlich möglich. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist der Eingang der Stornierung bei der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, schriftlich an die Abteilung Bildung, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin oder per E-Mail an gruppen@jmberlin.de. Den Nachweis hierfür hat der*die Kund*in zu erbringen.

Bei einer Stornierung nach vorgenannter Frist oder bei Nichterscheinen der Gruppe zum vereinbarten Termin ist der volle Rechnungsbetrag fällig.

Eine Stornierung einzelner Leistungen des Angebots ist nicht möglich; bei einer Reduzierung der Teilnehmer*innen­zahl ist die vereinbarte Vergütung in voller Höhe fällig. Für einen Ausfall der Veranstaltung aufgrund höherer Gewalt u. ä. wird keine Haftung übernommen. Eine Verschiebung des im Angebot genannten Veranstaltungs­beginns um bis zu 30 Minuten berechtigt nicht zur Reduzierung des Entgelts.

12. Rücktritt durch die Stiftung Jüdisches Museum/Schadenersatz

Fällt die Veranstaltung aus konservatorischen, organisatorischen oder technischen Gründen aus, ist die Stiftung Jüdisches Museum berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. In diesem Fall werden die geleisteten Zahlungen zurückerstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin behält sich aber bei zu geringer Nachfrage oder infolge höherer Gewalt (z. B. Erkrankung des Kursleiters) die Absage der Führung oder des Workshops vor. Die Absage soll nicht später als eine Woche vor der Durchführung des gebuchten Kurses erfolgen. In diesem Fall entstehen dem*der Kund*in keine Kosten. Für vergebliche Aufwendungen oder sonstige Nachteile, die dem Kunden durch die Absage entstehen, kommt die Stiftung Jüdisches Museum Berlin nicht auf.

13. Haftung

Ansprüche des Kunden auf Schadenersatz sind ausgeschlossen. Hiervon ausgenommen sind Schadenersatz­ansprüche des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten sowie die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Stiftung Jüdisches Museum, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

14. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Anwendung des UN-Kaufrechts ist ausgeschlossen.

Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin behält sich vor, diese Bedingungen jederzeit ohne Angabe von Gründen zu ändern. Für bereits aufgegebene Buchungen gelten solche Änderungen nicht.

Sollten einzelne Regelungen nichtig oder unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt. Die insgesamt oder teilweise unwirksame Regelung wird durch eine solche ersetzt werden, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung in gesetzlich zulässiger Weise möglichst nahe kommt.

Berlin ist bei Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Ansprüche, die sich aus oder aufgrund dieses Vertrages ergeben, vereinbart. Das gilt auch gegenüber Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand in der Bundes­republik Deutschland haben oder Personen, die nach Abschluss dieses Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb der Bundesrepublik Deutschland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klage­erhebung nicht bekannt ist.

Stand: August 2017