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Zwischen Berlin und Madrid: Jüdische Frauen im Spanischen Bürgerkrieg

Zum 90. Jahrestag des Ausbruchs des Bürgerkriegs

Eine Frau mit dunklen Haaren schaut in die Kamera. Es ist eine schwarz-weiß Aufnahme.

Ruth Rewald im Exil in Paris; Foto: Dirk Krüger

Im Juli jährt sich der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs zum 90. Mal. Aus diesem Anlass richtet das Jüdische Museum Berlin (JMB) den Blick auf deutsch-jüdische Frauen, die auf der Seite der Republik im Spanischen Bürgerkrieg teilnahmen.

Warum dieses Thema in Literatur und Forschung bisher kaum präsent ist – dieser Frage geht Susanne Zepp-Zwirner in ihrer Einführung nach.

Di, 14. Jul 2026, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Wo

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Linda Maeding stellt die Berliner Kinder- und Jugendbuchautorin Ruth Rewald vor. Rewald arbeitete in den Jahren 1937/38 mehrere Monate im Kinderheim Ernst Thälmann bei Madrid und verfasste mit Vier spanische Jungen das einzige deutschsprachige Jugendbuch über den Spanischen Bürgerkrieg. 1942 wurde sie in Auschwitz ermordet.

Raanan Rein präsentiert die Biografien von vier Frauen aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina: Dora Levin, Haya und Ruth Meites und Yael Gerson setzten sich als Freiwillige für die spanische Republik ein. Ihr Engagement führte sie nach Spanien und Frankreich, wo sie die republikanische Sache auf unterschiedliche Weise unterstützten.

Susanne Zepp-Zwirner 

Susanne Zepp-Zwirner ist seit 2023 Professorin für Spanische und Lateinamerikanische Literaturen an der Universität Duisburg-Essen. Zuvor war sie Professorin für Romanische Philologie an der Freien Universität Berlin (2011–2023) und Stellvertretende Direktorin des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig (2003–2015). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die spanische Literatur vom Mittelalter bis zur Moderne sowie lateinamerikanische, portugiesisch- und französischsprachige Literaturen, jüdische Literaturen sowie Recht und Literatur. Sie erhielt 2023 den Orden de Isabel la Católica, die höchste Auszeichnung Spaniens.

Linda Maeding

Linda Maeding ist Profesora titular für Germanistik an der Universität Complutense Madrid. Zuvor war sie DAAD-Lektorin an der Universität Barcelona und 2025 Fellow an der Klassik Stiftung Weimar. Ihre Forschung gilt der deutschsprachigen Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts in ihren transnationalen Bezügen mit den Schwerpunkten Exilliteraturen, Migration und Diaspora, deutsch-hispanische Kulturbeziehungen und Utopie. Einen besonderen Stellenwert in ihrer Arbeit nehmen verwobene Gewaltgeschichten im Kontext von Vertreibung und Shoah ein. Sie ist Mitherausgeberin von Krisenhaftes Europa, Utopie Lateinamerika. Positionen jüdischen Schreibens zwischen „Alter" und „Neuer" Welt (De Gruyter 2026; mit Liliana Ruth Feierstein und Andrea Acle-Kreysing).

Dr. Raanan Rein

Dr. Raanan Rein ist Inhaber des Alexander-Grass-Lehrstuhls für Jüdische Studien an der University of Florida in Gainesville sowie Elías-Sourasky-Professor für lateinamerikanische und spanische Geschichte an der Universität Tel Aviv. Als ehemaliger Vizepräsident der Universität Tel Aviv und früherer Präsident der Latin American Jewish Studies Association (LAJSA) ist Rein Autor und Herausgeber von Dutzenden Büchern. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt das für 2027 angekündigte Werk Anti-Fascism on Both Sides of the Mediterranean: Jewish Volunteers from Palestine in the Spanish Civil War (Rutgers University Press). Der spanische König zeichnete ihn mit dem Kommandeurskreuz des Ordens für zivile Verdienste (Orden del Mérito Civil) aus.

Wann & wo?

  • WannDi, 14. Jul 2026, 19 Uhr
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium
    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)
    Zum Lageplan
  • Eintritt

    6 €, erm. 3 €

  • Sprache Deutsch und Englisch

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