Der Blaue Raum

Kunst- und Begegnungsprojekt

Der Blaue Raum

Anfang des Jahres 2017 bot das Jüdische Museum Berlin Künstler*innen und Kunstinteressierten mit und ohne Fluchterfahrung die Möglichkeit, eine gemeinsame Ausstellung zu realisieren. 20 Kunstschaffende aus zwölf verschiedenen Nationen bildeten schließlich den festen Kern des Projekts. Sie arbeiteten in wöchentlichen Treffen an individuellen und gemeinschaftlichen Werken und entwickelten Ideen für ihre Präsentation im Museum. Kochevents und künstlerische Inputs durch externe Kunstschaffende sowie der Besuch verschiedener Ausstellungen in einfachem Deutsch, Englisch und Arabisch ermöglichten ihnen darüber hinaus die Annäherung an ein gemeinsames Thema.

13. Juli bis 27. August 2017
Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Herzstück der Zusammenkünfte des Künstler*innenteams wurde ein zum Atelier umfunktionierter blaugestrichener Raum im barocken Altbau des Museums. Dieser gab dem Projekt letztlich auch seinen Titel: Die Farbe Blau mit ihren vielfältigen emotionalen, nationalen und politischen Aufladungen löste dabei vielfältige Assoziationen aus.

Das Thema Flucht stellte das Projekt vor zahlreiche Herausforderungen. Einige Teilnehmer*innen versuchten vergeblich, ihren Aufenthaltsstatus abzusichern. Andere waren mit dem anstrengenden Prozess des Ankommens und Sichzurechtfindens in Deutschland beschäftigt oder mussten wegen der strikten Anwesenheitspflicht in Integrationskursen aus dem Projekt aussteigen. Dennoch wollte die Gruppe Flucht- und Traumaerfahrungen explizit nicht in den Fokus ihrer Ausstellung rücken. Wichtiger war für sie, einen gemeinsamen künstlerischen Prozess zu beginnen, Entscheidungen demokratisch zu treffen und miteinander in Dialog zu treten. »Dialog« ist daher auch das Thema der Ausstellung, die nun sechs Wochen lang im Blauen Raum zu sehen sein wird.

Begleitet wurde das Projekt von Atalya Laufer als Kuratorin, Katja Oelschläger als Mitarbeiterin und Barbara Rösch als Leiterin des Projekts. Sie befragten die beteiligten Künstler*innen nach ihrem Verhältnis zur Idee und Verwirklichung des Projekts und dem eigenen künstlerischen Entwicklungsprozess. Die Antworten sind im Katalog des Blauen Raums nachzulesen, gemeinsam mit den von Sven A. Strecker angefertigten Porträts der Projektteilnehmer*innen, die auf dieser Seite in der Bildergalerie zu sehen sind.

Jüdisches Museum Berlin, Foto: Barbara Rösch

Mit freundlicher Unterstützung von

Logo: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V.

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    13. Juli bis 27. August 2017

  • Eintritt

    frei

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Zum Lageplan

  • Öffentliche Gespräche mit beteiligten Künstler*innen

    Samstag, 15. 7. 2017 von 13 – 15 Uhr und Mittwoch, 19. 7. 2017 von 16 – 18 Uhr

Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin