
Krakauer Café und Konditorei der Familie Kempler in der Grenadierstraße, Berlin ca. 1925; Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2000/106/2, Schenkung von Hillel Kempler
Jiddisch & Jüdische Identität
Eine Sprachreise durch die deutsche Geschichte mit Jake Schneider (auf Englisch)
Jiddisch nimmt einen besonderen Platz im kulturellen Erbe Deutschlands ein. Vor über tausend Jahren in den deutschsprachigen Regionen Europas entstanden, wurde es zur Alltagssprache der aschkenasischen Jüdinnen und Juden – und begleitete sie auf ihren Wegen in die Diaspora. Doch Jiddisch ist nie ganz aus Deutschland verschwunden.
Sa, 25. Okt 2025, 15 Uhr

Wo
Altbau EG, „Meeting Point“ im Foyer
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
Mit der Aufklärung änderte sich die Rolle der jüdischen Minderheit, viele wandten sich der deutschen Sprache zu. Doch in den 1880er Jahren brachte eine neue Einwanderungswelle jiddischsprachiger Jüdinnen und Juden eine selbstbewusste, lebendige Kultur mit: Jiddisch wurde zur Sprache von Literatur, Theater, Politik, Liedern – und jüdischer Identität.
Der Holocaust vernichtete über fünf Millionen jiddischsprachige Menschen. Dennoch überlebte die Sprache in kleinen Gemeinschaften – und heute wächst in Berlin wieder eine neue Szene: Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Aktivist*innen entdecken Jiddisch neu – darunter auch der Guide dieser Tour.
Die Führung beleuchtet die oft übersehene Rolle des Jiddischen im jüdischen Leben Deutschlands. Gleichzeitig lädt sie dazu ein, über die Bedeutung von Sprache in der eigenen Familiengeschichte und Identität nachzudenken.