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Ab Samstag, 14. März 2020 bleibt das Jüdische Museum Berlin bis auf Weiteres für Besucher*innen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bald eröffnet die neue Dauer­ausstellung!

Vorschau

Querschnittsansicht des Libeskind-Baus mit Entwurf der neuen Dauerausstellung, Stand Wettbewerb; Arbeitsgemeinschaft Chezweitz GmbH/Hella Rolfes Architekten BDA

Es tut sich was im Libeskind-Bau! Demnächst eröffnet die neue Dauer­ausstellung. Auf mehr als 3000 Quadrat­metern gibt sie Einblicke in jüdische Geschichte und Gegen­wart in Deutschland.

Historischer Rund­gang - spannende Ausblicke

Eine Video­installation im Libeskind-Bau bildet den Auftakt, bevor es durch die Achsen und über die markante Treppe in die Ausstellungs­räume geht. Dort lädt ein skulptural gestalteter Willkommens­punkt die Besucher*innen zum Ankommen und Mitmachen ein. Im anschließenden Ausstellungs­rundgang wechselt sich historische Erzählung mit Einblicken in jüdische Kultur und Religion ab: Was ist im Judentum heilig? Was passiert am Schabbat? Welchen Klang hat das Judentum?

Neben klassischen Objekt­präsentationen erwarten die Besucher*innen auf zwei Etagen außerdem Kunst­installationen, Hands-on Stationen und Virtual Reality. Stärker als zuvor präsentiert die Ausstellung den Reichtum der museums­eigenen Sammlung: Von mehr als 1000 Objekten stammen über 70 Prozent aus dem eigenen Depot. Um sie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, haben die Restaurator*innen in den vergangenen Monaten viele Objekte für die Ausstellung vorbereitet.

Mehr Raum für jüdische Gegenwart

Die Ausstellung gliedert sich in fünf historische Kapitel, die von den Anfängen jüdischen Lebens in Aschkenas über die Emanzipations­bewegung der Aufklärung und deren Scheitern bis in die Gegenwart reichen. Der Nationalsozialismus und das Kapitel „Nach 1945“ nehmen dabei den größten Raum ein. Hier stehen Themen wie Restitution und Wieder­gutmachung, das Verhältnis zu Israel und die russisch­sprachige Einwanderung ab 1990 im Mittelpunkt. Der „Schlusschor“ macht die Viel­stimmigkeit gegen­wärtigen jüdischen Lebens in einer Video­installation sichtbar.

Eine Ausstellung – echte Teamarbeit!

Die Ausstellung wurde von einem über 20-köpfigen Kurator*innen­team in enger Abstimmung mit der Arbeits­gemeinschaft chezweitz GmbH/Hella Rolfes Architekten BDA entwickelt.
Wir danken unseren Freund*innenen und Förder*innen, Unter­stützer*innen, Stifter*innen und Leih­geber*innen, die die Ausstellung mit ihrer Beteiligung ermöglichen.

Lust auf mehr?

Durch die Ausstellung führt ein Audioguide in sieben Sprachen – ganz einfach auf dem eigenen Smartphone oder mit einem Leihgerät. Persönlich geführte Touren gibt es natürlich auch: für unterschiedliche Alters- und Bedürfnis­gruppen und Besucher*innen mit und ohne Vorwissen. Tastmodelle und -pläne, unter­fahrbare Vitrinen und eine klare Wege­führung ermöglichen außerdem einen barriere­armen Besuch.

Lichtprojektion auf der Treppe zur Dauerausstellung; Entwurf: Arbeitsgemeinschaft Chezweitz GmbH/ Hella Rolfes Architekten BDA