Wir planen eine neue Dauerausstellung

Eröffnung Frühjahr 2020

Dauerausstellung

Seit der Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin im September 2001 bildete die Dauerausstellung das Kernstück unseres Angebots und begeisterte unsere Besucher*innen. Jetzt sind wir dabei, die Dauerausstellung rundum zu modernisieren.

Wir möchten die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland von ihren Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart auf zeitgemäße Art und Weise präsentieren. Dazu werden wir die neueste Forschung berücksichtigen und der Zeit nach 1945 mehr Raum geben. Gleichzeitig möchten wir noch stärker auf die Bedürfnisse unseres Publikums eingehen, unsere digitalen Angebote verbessern und die Vielfalt unserer über die Jahre gewachsenen Sammlung zeigen.

Neben der historischen Erzählung wird die neue Dauer­ausstellung ausgewählte Themen jüdischer Kultur und Geschichte in gesonderter Form darstellen. Für das Projekt wurde ein Team von Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen und Fach­gebieten gebildet. Mit der Gestaltung der neuen Dauer­ausstellung wurde die Arbeits­gemeinschaft chezweitz GmbH/Hella Rolfes Architekten BDA beauftragt. Im Frühjahr 2020 wird die Dauer­ausstellung in neuem Gewand eröffnet.

Was Sie während der Umbauphase im Museum sehen und erleben können

Welcome to Jerusalem

Seit dem 11. Dezember 2017 werden die beiden Ober­geschosse des Libeskind-Baus umgebaut und sind daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ebenfalls am 11. Dezember eröffnete unsere bislang größte Sonder­ausstellung. Sie ist einer Stadt gewidmet, die seit zwei­tausend Jahren als heiliger Ort von Jüdinnen*Juden, Christ*innen und Muslim*innen verehrt wird: Jerusalem. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 1. Mai 2019 zu sehen.

Architektur und Erinnerung

Im Libeskind-Bau des Museums können Sie die beiden unteren Stock­werke weiterhin besuchen. Hier erleben Sie die außer­gewöhnliche Architektur von Daniel Libeskind. In der Achse des Exils und der Achse des Holocaust im Unter­geschoss werden die Themen Auswanderung und Exil, Ausgrenzung und Holocaust beleuchtet. Auch der Garten des Exils, der Holocaust-Turm und die Eric F. Ross Galerie sind geöffnet. In der Eric F. Ross Galerie befindet sich unter anderem das eindrucks­volle Kunstwerk Schalechet (Gefallenes Laub) von Menashe Kadishman.

Memory Void mit der Installation Schalechet von Menashe Kadishman; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Jüdisches Leben heute

Ebenfalls in der Eric F. Ross Galerie im Erdgeschoss des Libeskind-Baus erwartet Sie die Ausstellung A wie Jüdisch. In 22 Buchstaben werden überraschende, informative und provokante Aspekte zeit­genössischen jüdischen Lebens in Berlin und Deutschland präsentiert. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Schüler*innen aus Berlin kuratiert; alle Exponate stammen aus dem 21. Jahrhundert!

Blick in einen Ausstellungsraum mit großen hebräischen Buchstaben als Vitrinen

Blick in die Ausstellung A wie jüdisch; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Suckdorff

Installationen

Wir stellen zwei bedeutende Licht­künstler der Gegen­wart aus: Im Unter­geschoss des Libeskind-Baus finden Sie die Licht- und Klang­installation res·o·nant von Mischa Kuball. Diese bespielt zwei räumliche Leer­stellen (Voids) welche erstmals seit 2001 in ihrer ursprünglichen Form zu erleben sind. Im Garten des Museums können Sie mit der begehbaren Installation Ganzfeld »Aural« in die Lichtwelt von James Turrell eintauchen (zugänglich nur mit Zeitfenster­ticket).

Schwarze Silhoutten von Besucher*innen vor einem Hintergrund aus starkem, lilafarbenem Licht

James Turrell, Ganzfeld »Aural«, 2004; Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz, Foto: Florian Holzherr

Kommende Fotoausstellung

Ab dem 7. Juni 2019 können Sie im ersten Stock des Altbaus die Ausstellung This Place besuchen. Aus der Perspektive von zwölf internationalen Foto­künstler*innen nähert sie sich der Komplexität Israels und des Westjordan­landes – der Topografie, den Bewohner*innen und ihrem Alltag.

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Logo mit der Aufschrift "This Place" auf Englisch, Hebräisch und Arabisch