Der Stiftungsrat und Staatsministerin Prof. Monika Grütters stärken dem Jüdischen Museum Berlin den Rücken

Pressemitteilung des Stiftungsrates der Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Pressemitteilung vom21. Juni 2019

Der Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin (JMB) hat auf seiner Sondersitzung am 20. Juni 2019 die Vorsitzende des Stiftungsrats, Kulturstaatsministerin Professor Monika Grütters, bevollmächtigt, eine Vertrauensperson zu benennen, die bis zum Dienstantritt einer neuen Direktorin/eines neuen Direktors die Stiftung insbesondere in konzeptionellen Fragen berät. Die Vertrauensperson soll das Museum in der inhaltlichen Arbeit begleiten und stärken und Ansprechpartner nach innen wie nach außen sein. Bis zur Ernennung der neuen Direktorin oder des neuen Direktors wird das Jüdische Museum Berlin vom Geschäftsführenden Direktor Martin Michaelis geleitet.

Der Stiftungsrat hat sich zugleich geschlossen hinter das JMB gestellt und alle Vorwürfe, das JMB verfehle seine Stiftungsziele oder hätte seine inhaltliche Richtung verloren, zurückgewiesen. Er dankte Professor Peter Schäfer ausdrücklich für seine Arbeit in den zurückliegenden Jahren und wünschte ihm persönlich alles Gute.

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Monika Grütters sagte: „Ich habe mich seit meinem Amtsantritt und verstärkt ab 2018 immer wieder aktiv darum bemüht, das JMB vor Unterstellungen und unberechtigter Vereinnahmung – von welcher Seite auch immer – zu schützen. Die inhaltliche Autonomie des JMB und seine Unabhängigkeit sind ein hohes Gut und garantieren seit seiner Gründung ein innovatives, diskursorientiertes Programm. In der Stiftungsratssitzung ist einmal mehr deutlich geworden, dass gerade auch Juden sich in der Arbeit des JMB wiedererkennen müssen und die nicht-jüdische Welt mehr über das Judentum erfährt. Aus Fehlern der Vergangenheit, nicht zuletzt in der öffentlichen Kommunikation der letzten Monate, haben Prof. Schäfer und das Museum ihre Konsequenzen gezogen. Jetzt heißt es, den Blick nach vorn zu richten.“

Die vom Stiftungsrat eingesetzte Findungskommission für eine neue Direktorin bzw. einen neuen Direktor hat am selben Tag die unverzügliche Ausschreibung der Position im In- und Ausland sowie einen Zeitplan für das Gewinnungsverfahren beschlossen. Die Findungskommission unter Leitung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters war sich einig, dass für das JMB ein international erfahrener Museumprofi gewonnen werden müsse, die oder der das Haus leiten und weiterentwickeln kann. Eine Berufung im Frühjahr 2020 wird angestrebt.

Zudem konstituiert sich am 28. Juni 2019 der neugegründete Beirat, auf dessen fachliche Expertise der Stiftungsrat im Hinblick auf die Fertigstellung der neuen Dauerausstellung zurückgreifen wird.
Die Mitglieder sind:

  • Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhlinhaber Jüdische Geschichte und Kultur LMU München
  • Prof. Dr. Anja Dauschek, Direktorin des Altonaer Museums Hamburg
  • Prof. Dr. Dan Diner, emeritierter Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität, Jerusalem und ehemaliger Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur Leipzig
  • Prof. Dr. Christoph Johannes Markschies, Theologe und Professor für Antikes Christentum, ehem. Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, Vizepräsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Leiter des Berliner Instituts Kirche und Judentum
  • Prof. Dr. Angelika Neuwirth, emerit. Inhaberin des Lehrstuhls für Arabistik an der Freien Universität Berlin
  • Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Historikerin und Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin
  • Prof. Dr. Barbara Hahn, Distinguished Professor of German an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee
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