Ethische Fragen in Judentum und Islam

Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums

Pressemitteilung vom25. Oktober 2016

Unter dem Titel Ethische Fragen in Judentum und Islam startet die dialogische Ringvorlesung des Jüdisch-Islamischen Forums am Mittwoch, dem 26. Oktober in die zweite Runde. Die Reihe widmet sich in sechs Vorlesungen ethisch brisanten Themen aus Gesellschaft, Politik, Medizin und Wirtschaft und beleuchtet sie aus jüdischer und islamischer Perspektive. Dabei geht sie der Frage nach, ob es eine gemeinsame Richtschnur für jüdische und islamische ethische Positionen gibt und inwieweit sich die Vielfalt der Überzeugungen in einen gemeinsamen, normativen Rahmen einer modernen Gesellschaft integrieren lässt. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten. Ziel der Ringvorlesung ist es, Gemeinsamkeiten in vergleichender Perspektive herauszuarbeiten, ohne dabei Eigenheiten und Spezifika aufzulösen.

Pressestelle
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26. Oktober

Sozialethik: Über eine gerechte Gesellschaftsordnung

Im Judentum und im Islam ist die Aufforderung an die Gläubigen, Gerechtigkeit zu üben, zentral. Sie wird jedoch nicht nur als individuelle Tugend gedacht, sondern auch als eine Grundnorm, die das gesellschaftliche Leben gestalten soll. Ingrid Mattson, Professorin für Islamwissenschaft am Huron College der Western University in Kanada, und Micha Brumlik, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, diskutieren, wie Judentum und Islam eine gerechte Gesellschaft konzipieren und welche Bedingungen und Normen sie erfüllen muss, um diesem Ideal zu entsprechen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei die Frage nach den konkreten Gesellschaftssystemen, die ihm am nächsten kommen dürften.

Datum: 26. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: W. Michael Blumenthal Akademie, Saal
Eintritt: frei
Besucheranmeldung: Tel. +49 (0)30 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Weitere Termine der Ringvorlesung:

8. Dezember 2016: »Wirtschaftsethik: Ist Kapitalismus koscher/halal?«
23. Februar 2017: »Bioethik: Grenzen des Lebens – Bioethische Herausforderungen«
6. April 2017: »Militärethik: Unter den Waffen schweigen die (Religions-) Gesetze?
16. Mai 2017: »Sexualethik: Sexualität, Lust, Erotik und Gott«
13. Juli 2017: »Umweltethik: Der Mensch als Herr oder Hüter der Schöpfung?«

Die Ringvorlesung findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorlesungen finden Sie unter www.jmberlin.de/ringvorlesung

Die Ringvorlesung findet in deutscher und englischer Sprache statt und wird simultan übersetzt.

Jüdisch-Islamisches Forum der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin

Mit der 2012 eröffneten W. Michael Blumenthal Akademie vis à vis dem Hauptgebäude hat das Jüdische Museum Berlin seine inhaltlichen Schwerpunkte um die Perspektive anderer religiöser und ethnischer Minderheiten erweitert. Das Programm Migration und Diversität setzt sich mit Deutschland als Einwanderungsland und der Pluralisierung von Gesellschaft auseinander. Das Jüdisch-Islamische Forum beleuchtet als zweite Säule der Akademieprogramme Fragen zum Verhältnis von Judentum und Islam. Es richtet sich mit seinen Veranstaltungen sowohl an die breite Öffentlichkeit als auch an Fachpublikum aus Wissenschaft und Politik.

Bildmaterial für die Berichterstattung unter Beachtung des Bildnachweises finden Sie zum Download unter www.jmberlin.de/veranstaltungen.