Direkt zum Inhalt

Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Veranstaltungstipp: Der Golem kommt!

Lange Nacht der Museen am 27. August im Jüdischen Museum Berlin

Pressemitteilung vom Mi, 17. Aug 2016

Das Jüdische Museum Berlin lädt zur diesjährigen Langen Nacht der Museen in die Golem-Lounge ein. Das Haus widmet der prominentesten jüdischen Legendenfigur ab dem 23. September eine große Themenausstellung. Während der Langen Nacht der Museen am 27. August stimmt das Museum mit Filmen, interaktiven Stationen, Musik und einer Golem-Welt in Minecraft auf die thematische Fülle der Ausstellung ein. Um 22 Uhr und 24 Uhr lässt der SilentFilmDJ D‘dread Paul Wegeners Stummfilmklassiker Der Golem, wie er in die Welt kam durch seine Live-Begleitung zu einem psychoakustischen Erlebnis werden.

Die Lange Nacht der Museen bietet auch in diesem Jahr ungewöhnliche Einblicke in die Dauerausstellung: Unter dem Motto Verdichten, Vertonen, Verstehen können die Besucher in halbstündlichen Expressführungen auf Entdeckungstour durch das Jüdische Museum Berlin gehen.

Die Bar im Glashof lädt ab 18 Uhr zu Golem-Knishes und dem klassischen Whisky-Cocktail Blood and Sand ein.

Datum: Sonntag, den 27. August 2016
Zeit: 18-2 Uhr
Ort: im ganzen Museum, Golem-Lounge im Glashof
Eintritt: Lange-Nacht-Ticket, erhältlich an der Museumskasse (18 Euro, erm. 12 Euro), Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt
Besucheranmeldung: Tel. +49 (0)30 25 993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Das Programm von 18 bis 2 Uhr:

Expressführungen

Verdichten, Vertonen, Verstehen: Betrachten Sie die Dinge einmal anders! Die Expressführungen stellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten das Museum als Entdeckungslandschaft vor:

18:45 + 21:45 Uhr: Das vertonte Bild – Das Orchester des Hausierers
19:15 + 20:45 Uhr: Bibliodramatisch – Szenen im Paradiesgarten
19:45 + 23:15 Uhr: Architektur verdichten
20:15 + 22:45 Uhr: Durch die Brille geguckt – Steckbriefe der Aufklärer
21:15 + 23:45 Uhr: Nachgestellt – Heiraten auf Jüdisch
22:15 + 0:15 Uhr: Aus Wolle gelegt – Bildbetrachtungen der Moderne

Golem-Lounge

Ab 18 Uhr:Blood and Sand – Cocktails und Golem-Knishes
Interaktive Stationen mit Minecraft und einer kinetischen Sandbox
22 + 24 Uhr: Filmvorführung mit Live-Begleitung Der Golem, wie er in die Welt kam

23. September 2016 bis 29. Januar 2017
Ausstellung: GOLEM

Homunkuli, Cyborgs, Roboter, Androide: Der Mythos vom Menschen, der künstliches Leben erschaffen kann, steht im Mittelpunkt der GOLEM-Ausstellung. Bis heute inspiriert die prominenteste jüdische Legendenfigur Generationen von Künstlern und Autoren. Ein Wesen, geformt aus unbelebter Materie wie Staub oder Erde, wird durch rituelle Beschwörung und hebräische Buchstabenkombinationen zum Leben erweckt. Geschaffen von einem menschlichen Schöpfer wird der Golem zum Helfer, zum Gefährten oder zum Retter einer jüdischen Gemeinde in Gefahr. In vielen Golem-Erzählungen gerät das Geschöpf außer Kontrolle und der Golem selbst wird zur Bedrohung für den, der ihn geschaffen hat. Anhand der Golem-Figur untersucht die Ausstellung Themen wie Kreativität, Schöpfung, Macht und Erlösung. Sie zeigt die thematische Fülle des Stoffes, wie er sich in mittelalterlichen Manuskripten, in vielschichtigen Erzählungen und in Kunstwerken aus den letzten zweihundert Jahren darstellt. Ob in Malerei, Skulptur, Objektkunst, Video, Installation, Fotografie oder Illustration: Der Golem lebt und mit ihm die Frage danach, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.

Ort: Altbau, 1. OG
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)

+++Save the date+++: Pressekonferenz am 22. September um 11 Uhr (Vorbesichtigung ab 10 Uhr).

Teilen, Newsletter, Feedback