Fred Stein – Fotograf, Exilant und Chronist des 20. Jahrhunderts
Buchvorstellung und Gespräch mit Daniel Siemens und Theresia Ziehe
Hannah Arendt mit Zigarette, Thomas Mann am Schreibtisch, der lächelnde Einstein. Die Aufnahmen sind weltberühmt, ihr Fotograf ist weitgehend unbekannt: Fred Stein, Meister der Porträtfotografie, hielt über 1200 prominente Persönlichkeiten und Intellektuelle seiner Zeit fest.
Das Jüdische Museum Berlin (JMB) präsentiert die erste Biografie Fred Steins in einer Lesung mit dem Autor Daniel Siemens, Professor für europäische Geschichte an der Newcastle University in Großbritannien: Der Fotograf Fred Stein. Ein deutsch-jüdisches Leben 1909–1967. Nach der Buchvorstellung gibt Theresia Ziehe, Kuratorin für Fotografie am JMB, Einblick in die Museumssammlung zu Fred Stein.
Do, 26. Mär 2026, 19 Uhr
Wo
W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)
Das JMB stellte Steins Werk erstmals 2013 in einer großen Retrospektive vor. In der Sammlung des Museums befinden sich sowohl Fotografien als auch eine Dokumentensammlung mit dem Titel Das war nicht unser Deutschland. Ein Lesebuch für die Kommenden. Dieses Projekt, an dem Fred Stein in seinen letzten Lebensjahren intensiv arbeitete, blieb unvollendet.
Fred Stein
Fred Stein floh 1933 von Dresden nach Paris. Dort muss sich der ausgebildete Jurist aus dem Nichts eine neue Existenz aufbauen und entdeckt die Fotografie. Auch nach der erneuten Flucht 1941 nach New York bleibt das Fotografieren seine Profession. Mit seiner Leica und später auch einer Rolleiflex hält er die Städte seiner Emigration in unzähligen Straßenaufnahmen fest. Zudem porträtiert er prominente Persönlichkeiten seiner Zeit.
Buchcover Der Fotograf Fred Stein. Ein deutsch-jüdisches Leben 1909–1967, Ch. Links Verlag, 2026