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Flucht­punkte der Erinnerung

Über die Gegen­wart von Holocaust und Kolonialismus – Gespräch mit Natan Sznaider und René Aguigah

Zwei Porträt-Fotos nebeneinander: Ein kurzhaariger Mann mittleren Alters in Hemd und blauem Pulli und ein Mann mit grauem Bart und Brille im braunen Sakko

René Aguigah, Foto: privat, und Natan Sznaider, Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Am Schnitt­punkt von Post­kolonialismus, Vergangenheits­bewältigung und Holocaust­gedenken hat sich im vergangenen Jahr eine kontrovers geführte Debatte um die vermeintlichen Gewiss­heiten der deutschen Erinnerungs­kultur entfacht. Werden jüdische Opfer in der Erinnerung gegen­über den afrikanischen Opfern bevorzugt? Was unter­scheidet Rassismus von Anti­semitismus? Hannah Arendt und Edward Said waren nicht die Einzigen, die schon früher solche Fragen gestellt haben. Bei ihnen findet Natan Sznaider, Professor für Soziologie an der Universität Tel Aviv, Ideen und Argumente, um die heutige Diskussion voran­zubringen. Wird es am Ende möglich sein, der Opfer der Schoa und des Kolonialismus zu gedenken, ohne Geschichte zu relativieren?

Di, 31. Jan 2023, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Im Gespräch mit dem Journalisten René Aguigah thematisiert der Autor den oftmals nicht geführten Dialog zwischen der Erinnerung an die Schoa und an den Kolonialismus.

Natan Sznaider

Natan Sznaider, 1954 in Mannheim geboren, lehrt seit 1994 als Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv.

René Aguigah

René Aguigah, 1974 in Würzburg geboren, ist Kultur­journalist und Moderator und leitet das Ressort Literatur von Deutschland­funk und Deutschland­funk Kultur.

Cover des Buches von Natan Sznaider: Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus.

Natan Sznaider: Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus, München 2022 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München

Was, wann, wo?

  • Wann Di, 31. Jan 2023, 19 Uhr
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  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

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  • Eintritt

    6 €, erm. 3 €
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  • SpracheDie Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

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